OLDENBURG, 17. Februar 2012


VfL-Frauen gehen in Trier auf Nummer sicher

Handball Oldenburg reist zum Bundesliga-Auswärtsspiel Tag früher an – Julia Wenzl wieder im Kader


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Kehrt in VfL-Kader zurück: Julia Wenzl BILD: Helmerichs  Bild vergrößern

von Otto-Ulrich Bals

Oldenburg - Auf der Zielgeraden soll nichts mehr schiefgehen. Die Handballerinnen des VfL Oldenburg wollen ihre Spitzenposition (Platz drei) in der Bundesliga unbedingt festigen und nehmen dafür auch eine um einen Tag frühere Anreise in Kauf. „Wir müssen sehr ernsthaft an diese Aufgabe herangehen und wollen ausgeruht ins Spiel gehen“, sagt Trainer Leszek Krowicki, der bereits am Sonnabend mit seiner Mannschaft in Deutschlands Südwesten reist, wo am Sonntag (16 Uhr) das Gastspiel bei der DJK Trier auf dem Programm steht.

Wieder zum VfL-Kader zählt Julia Wenzl, die gegen Göppingen mit Magenbeschwerden aussetzen musste. Vor genau einem Jahr waren die VfL-Frauen erst am Spieltag an die Mosel gefahren. „Da haben wir fast zehn Stunden im Bus gesessen und sind dann ganz schlecht ins Spiel gekommen“, erinnert sich Krowicki an die ärgerliche 26:34-Niederlage.

Die Vorzeichen diesmal sind ähnlich: Wieder ist Trier angeschlagen, was den Gegner gefährlich macht. Sportlich (und wohl auch wirtschaftlich) geht der Meister von 2003 am Stock. Nach 13 Niederlagen in 14 Punktspielen trennen die Triererinnen auf Platz zehn ganze zwei Punkte vom Bundesliga-Abstieg. Trainer Thomas Happe hatte sich im Dezember nach Unstimmigkeiten mit der Clubführung verabschiedet. Seinem Nachfolger Dago Leukefeld kommt nun die Aufgabe zu, den „Miezen“ wieder die Krallen zu schärfen und sie vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit zu bewahren.

Und so versucht der frühere Bundestrainer Woche für Woche, den einen oder anderen Überraschungspunkt zu erhaschen. Zuletzt gegen Vizemeister Buxtehude war allerdings nicht viel zu holen. Trier steckte nach einer völlig verschlafenen Anfangsphase eine 20:30-Niederlage ein.

Noch zahlt sich Leukefelds Spezialtraining an der Mosel nicht aus. So hatten seine Frauen vor dem Gastspiel von Buxtehude eine Rugby-Einheit absolviert, die viel körperlichen Einsatz erforderte und den Kampfgeist wecken sollte. Nun soll diese Maßnahme ausgerechnet gegen Oldenburg greifen. „Mit diesem Ansatz, also durchweg mehr Charakter und Willen, können wir in den nächsten Wochen aber durchaus noch für Überraschungen sorgen“, sagt Leukefeld, der durchaus eine Leistungssteigerung bei seinem Team im Vergleich zu den Vorwochen ausmachte.

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Seine „Miezen“ jedenfalls haben sich für die kommenden Heimspiele gegen Oldenburg und Bad Wildungen einiges vorgenommen. „Ein Punkt aus diesen Spielen wäre schon gut“, überlegt die französische Linksaußen Megane Vallet. Niemand in Trier will sich darauf verlassen, im April unbedingt beim bislang sieglosen Schlusslicht Celle gewinnen zu müssen. Denn sollten Celle und Trier am Ende der Normalrunde punktgleich sein, würde wohl Trier absteigen. Schon heute ist die Tordifferenz der „Miezen“ (minus 112) um 37 Treffer schlechter als die von Celle (minus 75).

 @ Mehr Infos unter http://www.NWZonline.de/vflhandball




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