EMDEN, 3. Oktober 2009


Energie-Giganten draußen in der Nordsee

BARD ENGINEERING Unternehmen fertigt im Emder Außenhafen Offshore-Windkraftanlagen


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So groß wie ein Einfamilienhaus: Frank Hagemeister, Geschäftsführer der BARD Emden Energy, steht vor einem Maschinenhaus für eine Offshore-Windkraftanlage. BILD: TORSTEN VON REEKEN Bild vergrößern

ZWÖLF PARKS WERDEN IN DER NORDSEE BEPLANT. DIE ARBEITEN IM ERSTEN HABEN JETZT BEGONNEN.

VON FRANK JACOB

Emden - Wer Windkraftanlagen fertigt, denkt in gigantischen Dimensionen: Auf dem rund 15 Hektar großen Firmengelände der BARD-Gruppe im Emder Außenhafen wird das schnell deutlich.

Das Unternehmen fertigt hier Rotorblätter, Komponenten aus glasfaserverstärktem Kunststoff und komplette Offshore-Windkraftanlagen in riesigen Hallen. „Wir beplanen zurzeit zwölf Windparks in der Nordsee“, sagt Pressesprecher Andreas Kölling. Zwei seien bereits genehmigt.

Just begonnen haben die Arbeiten in dem Feld BARD Offshore I, das sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Borkum befindet. „Wir installieren mit einem eigenen Schiff 80 Anlagen in dem zehn mal 16 Kilometer großen Feld“, erläutert Kölling und fügt hinzu: „Ende 2010 wollen wir fertig sein.“

Jede Anlage wird über eine Leistung von 5 Megawatt verfügen. „Wir rechnen mit etwa 4500 Volllaststunden im Jahr“, sagt der Pressesprecher. Daraus resultiere eine Gesamtleistung des Parks von rund 1,6 Terawattstunden.

„Das entspricht dem Verbrauch von 400 000 Mehrpersonenhaushalten, also zum Beispiel von der Region Hannover“, erklärt Kölling und versteht die BARD-Gruppe deshalb auch als „Kraftwerksbetreiber“.

Ab Anfang 2011 geht es mit Park Nummer zwei, Veja Mate, benannt nach der litauischen Windgöttin, weiter. Das Feld soll sich westlich an BARD Offshore I anschließen.

Für drei weitere Offshore-Parks in der Nordsee auf dem Territorial der Niederlande liegen bereits die Vorgenehmigungen vor. „Wir rechnen im November mit den finalen Genehmigungen“, berichtet Kölling.

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Bereits in der Entwicklung befinden sich leistungsstärkere Anlagen mit 6,5 Megawatt. „Und da wird nicht Schluss sein“, blickt der Pressesprecher auf das ambitionierte Projekt. Mitte 2010 könnten diese Anlagen zur Verfügung stehen.

Doch die gigantischen Dimensionen werden nicht allein in der Leistungsfähigkeit der Anlagen deutlich. Allein deren Größe ist beeindruckend. So hat der Rotor einen Durchmesser von 122 Metern. Legt man ihn mittig auf einen Fußballplatz, ragen die Enden bis in die Zuschauertribünen. Und das Maschinenhaus auf der Spitze ist so groß wie ein Einfamilienhaus: 14 Meter lang und acht Meter hoch.


 



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