Wohlfühloase am Zwischenahner Meer
JAGDHAUS EIDEN Familienunternehmen mit langer Tradition – Sternerestaurant und Wellness-Tempel
Setzen auf Gastfreundlichkeit: Gerd zur Brügge und seine Ehefrau Silke (Mitte) sind um das Wohl ihrer Gäste stets bemüht und bieten regelmäßig neue Arrangements. BILD: KUHLMANN 
VON MARC KUHLMANN
Bad Zwischenahn - Im Mai haben die Schauspieler der bekannten ARD-Kriminalserie Tatort die Vorzüge des Jagdhaus Eiden kennenlernen dürfen, als sie während eines Drehs in Bad Zwischenahn in der Residenz fünf Wochen lang übernachteten. Eine Ausnahme, wie Geschäftsführer Gerd zur Brügge betont. Denn eigentlich lebt das Romantik-Hotel vor allem von seinen Stammgästen, die Jahr für Jahr ins Ammerland zurückkehren. Das Jagdhaus Eiden hat sich dabei als verlässlicher Partner erwiesen, denn immerhin befindet es sich seit 1902 in mittlerweile vierter Generation im Besitz der Familie zur Brügge. „Das Haus lebt. Gäste müssen, wenn sie wiederkommen, eine Veränderung sehen“, erläutert Gerd zur Brügge, der seit 1995 die Geschicke des Jagdhaus Eiden leitet, das Unternehmenskonzept.
Casino direkter Nachbar
Folglich ist hier in den letzten Jahren viel geschehen: Über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist das hoteleigene Feinschmeckerrestaurant „Apicius“, in dessen Küche Sternekoch Kai Klinkel den Kochlöffel schwingt. Mehrfache Auszeichnungen brachten das Restaurant unter die 100 besten Gourmet-Adressen Deutschlands.
Seit Anfang des Jahres lockt nun auch ein großer Wellness-, Beauty- und Spa-Bereich die Hotelgäste. Im Januar 2010 wird hier zudem der Liegebereich erweitert. Keines der 72 Zimmer und Suiten gleicht dem anderen. Vom mediterranen Landhausstil bis hin zum „Designers Guild“ mit Blick über das Zwischenahner Meer kann der Gast frei wählen.
Das ehemals landwirtschaftliche Anwesen hat sich über die Jahre zu einem fast schon kleinstadtähnlichen Domizil entwickelt. Seit 1976 ist das Zwischenahner Casino Pächter des Saalbereiches und damit zwangsläufig mit dem Hotel verbandelt. Besucher, die die Ruhe schätzen, verbringen die Zeit am hoteleigenen Strand oder spazieren in der zehn Hektar großen Parklandschaft. Ohne Frage: Das Jagdhaus Eiden lebt vom älteren Publikum. „Wir sind aber auch kein Altenheim“, sagt Gerd zur Brügge, der dennoch die Vorzüge dieser Generation für sein Hotel sieht: „Die Älteren sind eher weniger den wirtschaftlichen Schwankungen unterworfen als jüngere Leute. Das ist ohne Frage auch ein Vorteil für uns.“ Von der Wirtschaftskrise hat der 49-Jährige für sein Haus daher auch noch keine Notiz genommen.
Unternehmerische Weitsicht
Verbandelt mit der Region ist Gerd zur Brügge wie kaum ein anderer Hotelier vor Ort. „Unsere Familie war schon zu Zeiten hier, als gerade einmal fünf oder sechs Familien rund um das Meer lebten“, sagt der Zwischenahner. Auch aus der Heimatverbundenheit zieht das Jagdhaus Eiden Stärke.
Aus dem Vier-Sterne-Plus-Haus ließe sich laut zur Brügge relativ problemlos auch ein 5-Sterne-Haus machen. „Eine bauliche Veränderung und ein Page vor der Tür würden dafür vermutlich schon reichen“, sagt zur Brügge mit einem Grinsen, „aber man sagt ja so schön: Mit jedem Stern sinkt auch die Rendite. Wir sind auch so gut aufgestellt.“ Ein Beweis für unternehmerische Weitsicht.
www.jagdhaus-eiden.de
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