Oldenburg: Blasmusiker begeistern die Zuschauer bei NWZ-Musikparade
VERANSTALTUNG Sieben Orchester erobern Herzen der Gäste im Sturm – Erlös für NWZ-Weihnachtsaktion
VON JÜRGEN WESTERHOFF
Oldenburg - Nach über dreieinhalb Stunden herrschte Begeisterung pur. Als sich die Blas- und Militärmusiker aus sechs Ländern zu einem riesigen Orchester der Nationen zusammenfanden und sich sowohl mit romantischen als auch mit schmissigen Tönen schwungvoller Marschmusik verabschiedeten, war die Stimmung bei der 24. Internationalen NWZ-Musikparade auf dem Höhepunkt.
Begleitet vom rhythmischen Applaus des restlos begeisterten Publikums zogen die Musiker nach einem internationalen Abschiedslied und dem Radetzky-Marsch zu den Klängen von „Alte Kameraden“ aus der Oldenburger Weser-Ems-Halle.
Schon gleich am Anfang hatte es einen stimmungsvollen Akzent der Völkerverständigung gegeben, als zur Musik von Ravels Bolero Fahnenabordnungen der beteiligten Nationen begleitet von Fackelträgern in die Halle einzogen.
Anschließend folgte eine Musikshow der Extraklasse. Musikalische Perfektion, malerische Uniformen und Trachten, überraschende Choreographie – musikalisch und optisch war das ein Hochgenuss, verbunden mit ganz viel Herz.
Da trat aus Italien das schnellste Blasorchester der Welt auf, das einen großen Teil des Programms im Dauerlauf absolvierte, aber auch mit dem ewigen Ohrwurm „Il Silencio“ für ruhige Töne sorgte.
Nicht fehlen durften natürlich Trommler und Dudelsackbläser aus Schottland, die unter anderem mit einem besonderen Tanz aufwarteten – dem „Red Fox“, bei dem über einem mit der Scheide gekreuzt abgelegten Schwert getanzt wird.
Die weiteste Anreise hatte in diesem Jahr das Militärmusikkorps Odessa aus der Ukraine, das sich bereits seit Oktober in eine Art Quarantäne begeben hatte, um nicht von der in der Ukraine stark verbreiteten Schweinegrippe erfasst zu werden.
Preußische Präzision und Genauigkeit demonstrierte das Marsch- und Drillkontingent Oberlichtenau, das ebenso wie das Drum Corps „Blue Lions“ aus Rastede die deutschen Farben vertrat. Mit den „blauen Löwen“ aus dem Landkreis Ammerland war wieder ein Orchester aus dem Oldenburger Land dabei, was das Publikum besonders honorierte
Besondere Maßstäbe der Blasmusik-Präsentation setzten die Musiker aus den Niederlanden. Sie kamen nicht nur in Trachten und mit Holzschuhen, sondern auch auf Hollandrädern in die Halle. Holländischer Witz und Fröhlichkeit sowie eine perfekte Choreographie: Das war Blasmusik vom Allerfeinsten. Das Publikum antworte mit Jubel und stürmischen Applaus.
Die Herzen der Zuschauer hatte auch der Oldenburger Moderator Björn Gehrmann sehr schnell erobert. Mit sachkundigen und sympathischen Beiträgen führte er durch das große Programm.
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