NWZ-Leser unterstützen Kinderhospizarbeit
Weihnachtsaktion Riesen-Spende ermöglicht Haus der Begegnung – Freitag Eröffnungsfeier
Großzügige Spenden: Das Haus der Begegnung an der Haareneschstraße wird in Betrieb genommen BILD: von Reeken 
von Jürgen Westerhoff
Oldenburg - Zwei Jahre ist es her, dass die Nordwest-Zeitung ihre Leserinnen und Leser bat, im Rahmen der Weihnachtsaktion 2009 die ambulante Kinderhospizarbeit im Oldenburger Land zu unterstützen. In dieser Woche ist das Ergebnis der Aktion zu besichtigen.
Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe wird am Freitag das neue Haus der Begegnung an der Oldenburger Haareneschstraße in Betrieb genommen – und am Sonnabend können sich alle interessierten Bürger bei einem Tag der offenen Tür ein eigenes Bild machen.
„Wir freuen uns auf einen Neuanfang im neuen Haus“, schreiben Pastor Klaus Backhaus, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Hospizstiftung, und Renate Lohmann, die Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes, in ihrer Einladung. Sie erinnern zugleich an die Unterstützung durch viele Spenderinnen und Spender, die es ermöglicht habe, „ein Haus zu bauen, welches uns Raum gibt, unsere Vision in die Tat umzusetzen“.
Mit 260 000 Euro haben damals die Leserinnen und Leser der NWZ den Grundstock für das neue Haus gelegt. Niemand hatte es zuvor für möglich gehalten, dass ein solcher Betrag für das ehrgeizige Vorhaben gesammelt werden konnte.
Doch die Menschen im Oldenburger Land zeigten ein großes Herz für die so wichtige Arbeit der ambulanten Sterbebegleitung.
Neben einem hauptamtlichen Team sind etwa 120 ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz für die gute Sache und begleiten Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Unter dem Motto „Leben bis zuletzt“ werden unter anderem Familien mit Kindern unterstützt, die unter einer lebensverkürzenden Krankheit leiden.
Teilweise werden sie über mehrere Jahre hinweg durch die Helfer unterstützt, die es so den Familien ermöglichen, wenigstens teilweise eine Entlastung von den schweren Problemen zu erleben. Nach den Plänen des Oldenburger Architektenbüros Simon und Exner ist inzwischen ein zweigeschossiges Haus entstanden, das unter anderem ein Treffpunkt für verschiedene Trauergruppen sowie von der Kinderhospizarbeit betreute Familien sein soll.
Neben einem Raum der Stille gibt es Büros für die hauptamtlich Beschäftigten sowie Raum für Schulungen zur Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Unter dem Motto „Begleitung, Bildung und Beratung“ soll es in dem Begegnungszentrum auch regelmäßig Angebote für die Öffentlichkeit geben – einschließlich eines Trauer-Cafés mit regelmäßigen Öffnungszeiten.
Für die interessierte Öffentlichkeit gibt es am Sonnabend von 14 bis 18 Uhr neben der Möglichkeit der Hausbesichtigung Informationen und Kurzvorträge über die Arbeit der ambulanten Hospizarbeit.
Der ambulante Hospizdienst Oldenburg begleitet seit 1994 Sterbende und deren Angehörige in gewohnter Umgebung.
Trägerin ist die Stiftung Evangelischer Hospizdienst Oldenburg.
120 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in dieser Arbeit tätig. Sie werden in intensiven Vorbereitungskursen ausgebildet.
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