OLDENBURG, 21. Januar 2012


Tod als Teil des Lebens sehen

Kirche Haus der Begegnung für die ambulante Hospizarbeit in Oldenburg übergeben


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Im Haus der Begegnung: Pastor Klaus Backhaus (Mitte) erhält den symbolischen Schlüssel von den Architekten Raimund Exner (links) und Hans Georg Simon. BILD: Thorsten Helmerichs  Bild vergrößern

Leserinnen und Leser der NWZ unterstützten das Projekt im Rahmen einer Weihnachtsaktion mit 260 000 Euro. An diesem Sonnabend ist ein „Tag der offenen Tür“.

von Jürgen Westerhoff

Oldenburg - 13 Jahre dauerte die Planung, gelegentlich gab es Rückschläge, doch jetzt ist das Vorhaben fertig: Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe wurde am Freitag in Oldenburg ein Haus der Begegnung für die ambulante Hospizarbeit im Oldenburger Land in Betrieb genommen.

Als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Evangelischer Hospizdienst Oldenburg freute sich Pfarrer Klaus Backhaus, dass es gelungen sei, das wichtige „Zwischenziel“ zu erreichen. Das Haus an der Haareneschstraße 62 solle einen Beitrag dazu leisten, dass Tod und Sterben häufiger als wichtiger Teil des Lebens gesehen würden. Insgesamt gebe es noch große Defizite bei der Betreuung sterbender Menschen und ihrer Familien. Backhaus unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit auf diesem Gebiet.

Außerdem dankte er allen Spendern, die das Bauprojekt unterstützt hätten. Den Grundstock für die Finanzierung hatten vor zwei Jahren die Leserinnen und Leser der Nordwest-Zeitung gelegt, als sie im Rahmen der NWZ -Weihnachtsaktion insgesamt 260 000 Euro für die ambulante Kinderhospizarbeit spendeten. Backhaus: „Ich bin jedem einzelnen für seinen Beitrag zutiefst dankbar.“

In dem neuen Haus der Begegnung gibt es neben den Arbeitsplätzen der hauptamtlichen Mitarbeiter Räume für die Aus- und Weiterbildung der insgesamt 120 ehrenamtlichen Hospizkräfte sowie Möglichkeiten für unterschiedliche Veranstaltungen.

In einem Vortrag über „Todeskonzepte und Todespolitik der modernen Medizin in einer alternden Gesellschaft“ warnte Prof. Dr. Andreas Zieger vor einem inhumanen Umgang mit Kranken, Schwachen und Sterbenden. Auch Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner und die Kuratoriumsvorsitzende der Hospizstiftung, Germaid Eilers-Dörfler, würdigten in ihren Grußworten die Bedeutung des neuen Hauses.

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An diesem Sonnabend gibt es von 14 bis 18 Uhr für alle Interessierten die Möglichkeit, das Haus der Begegnung und die ambulante Hospizarbeit sowie den Kinderhospizdienst bei einem „Tag der offenen Tür“ kennenzulernen. Geboten werden neben einer Kaffee- und Kuchentafel verschiedene Aktionen sowie Kurzvorträge.






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