BREMEN, 13. Februar 2012


Babbel verhilft Team zu mehr Sicherheit

Fußball Hoffenheim präsentiert sich unter neuem Trainer verbessert – Lob an Profis


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Ein Punkt zum Auftakt: Trainer Markus Babbel (li.) bedankte sich nach dem Spiel bei seinem Spieler Peniel Mlapa. BILD: dpa  Bild vergrößern

von Peter Gerke

Bremen - Viel Zeit für Veränderungen hatte Markus Babbel nicht. Dennoch präsentierte sich 1899 Hoffenheim im ersten Spiel unter seinem neuen Fußballlehrer nach nur einer Trainingseinheit verbessert im Vergleich zu den vorherigen Partien. „Kompliment an die Truppe“, lobte Babbel seine Mannschaft nach dem 1:1 beim Bundesligakonkurrenten Werder Bremen.

Die Umstände seien ihm auch entgegengekommen, meinte der 39-Jährige, der seit Freitag bei den Kraichgauern tätig ist: „Durch einen Trainerwechsel sind die Antennen neu ausgefahren. Etablierte Spieler müssen sich neu beweisen, andere erhalten eine neue Chance“. Dass der Austausch des Übungsleiters aber alleine nicht ausreicht, zeigt das Beispiel Hertha BSC. Babbels vorheriger Club hat sich nach fünf Niederlagen von dessen Nachfolger Michael Skibbe schon wieder getrennt.

Und so erklärte Babbel seine Maßnahmen nach Dienstantritt: „Wir haben viele Gespräche geführt und versucht, den Spielern Mittel an die Hand zu geben, sicherer zu werden“, führte der Chefcoach aus und schloss Co-Trainer Rainer Widmayer, den er nach Hoffenheim mitgebracht hatte, gleich mit ein. „Er hat gesagt, dass defensive Ordnung die Basis des Erfolgs ist“, berichtete TSG-Profi Daniel Williams über Babbel.

Die Ordnung in der Defensive zu halten, gelang den Hoffenheimern auch über weite Strecken. „Wir haben gut verteidigt. Alles zu verhindern ist in Bremen eben nicht einfach“, sagte Babbel.

Kurz vor Schluss aber war die Gästeabwehr dann doch unkonzentriert. Der späte Ausgleich der Bremer brachte Babbel, zu dem die Hoffenheimer schon vergangenen Montag und somit drei Tage vor der Entlassung von Holger Stanislawski Kontakt aufgenommen hatten, um einen perfekten Einstand bei den Kraichgauern. „Wenn man in Bremen einen Punkt holt, sollte man nicht zu sehr enttäuscht sein. Das Ergebnis ist gerecht“, sagte der Trainer, der sich kurz nach Abpfiff noch geärgert hatte, mit etwas Abstand.

Schließlich wartet auf ihn noch viel Arbeit. „Es ist ein weiter Weg, bis die Leichtigkeit wieder da ist“, sagte Babbel: „Aber die Jungs sind gewillt, weiterzuarbeiten“.

Andreas Beck brach auch eine Lanze für den Ex-Coach. „Was man heute gesehen hat, trägt mit Sicherheit auch noch die Handschrift von Stanislawski.“ Babbel hat nun genug Zeit, seine durchzusetzen.

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