Nur vor Derby herrscht Funkstille
Fußball Werders Claudio Pizarro freut sich auf Duell mit Hamburgs Paolo Guerrero
Fußball Bundesliga 14. Spieltag: Hannover 96 - Hamburger SV am Samstag (26.11.2011) in der AWD-Arena in Hannover. Der Hamburger Jose Paolo Guerrero trauert einer Chance nach. Foto: Friso Gentsch dpa/lni (Achtung Sperrfrist! Die DFL erlaubt die Weiterverwertung der Bilder im IPTV, Mobilfunk und durch sonstige neue Technologien erst zwei Stunden nach Spielende. Die Publikation und Weiterverwertung im Internet ist während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++Fußball Bundesliga 20. Spieltag: SC Freiburg - Werder Bremen am Sonntag (05.02.2012) im Mage Solar Stadion Freiburg. Bremens Torschütze Claudio Pizarro bejubelt seinen 2:1-Treffer. Foto: Patrick Seeger dpa/lsw (Achtung Sperrfrist! Die DFL erlaubt die Weiterverwertung der Bilder im IPTV, Mobilfunk und durch sonstige neue Technologien erst zwei Stunden nach Spielende. Die Publikation und Weiterverwertung im Internet ist während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++ BILD: BILD: dpadpa 
von Stefan Freye
Bremen - Das nennt mal wohl eine funktionierende Männerfreundschaft. „Wir verstehen uns gut und sehen uns fast jede Woche“, sagt Claudio Pizarro, Stürmer beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen, über sein Verhältnis zu Paulo Guerrero, Stürmer des Hamburger SV. Man kennt sich schon lange; seit der Zeit bei Bayern München, als Pizarro bereits ein Star und der peruanische Landsmann als Nachwuchsspieler auf dem Weg in die höchste deutsche Spielklasse war. Mittlerweile stellen die beiden zudem das Angriffsduo Nr. 1 der Nationalmannschaft ihrer Heimat.
Nur in dieser Woche gibt es nichts zu besprechen. Weil Werder am Sonnabend (15.30 Uhr) zum Nordderby beim HSV antritt, ruht die sonst so innige Verbindung. „Vor den Spielen spreche ich nie mit dem Gegner“, sagt Pizarro. Doch wenn er auch nicht mit Guerrero spricht, dann aber doch über ihn.
Denn natürlich ist auch dem Bremer nicht verborgen geblieben, dass der Freund vom HSV seine Krise längst überwunden hat. „Er ist in einer guten Verfassung, ich freue mich für ihn und unser Land“, sagt Pizarro. Er hoffe natürlich trotzdem, dass sein Kumpel am Sonnabend leer ausgeht. Die Verantwortung dafür sieht Werders Stürmer Nummer eins vor allem in der Bremer Defensive: „Paolo lauert immer auf einen Treffer. Wenn wir nicht aufpassen, macht er sein Tor.“
Tore in Spielen gegen den HSV sind so etwas wie das Spezialgebiet von Pizarro. Gegen keinen anderen Verein hat er eine bessere Bilanz: In 25 Spielen erzielte der Bremer satte 16 Tore. „Ich bin mental noch stärker im Derby“, erklärt der 33-Jährige diese Statistik. Dabei weiß Pizarro nur zu gut, dass er nach Ablauf seiner Gelbsperre Werders großer Hoffnungsträger ist.
Und dass es nun endlich Zeit wird für den ersten Sieg in 2012, weiß er auch. „Nach vier Unentschieden brauchen wir den Sieg“, sagt Pizarro, der mit HSV-Trainer Thorsten Fink noch gemeinsam im Bayern-Trikot auf dem Platz stand.
Nur bei einem Thema, da gibt sich der Stürmer weniger auskunftsfreudig. Bei der Frage, ob er am Sonnabend vielleicht das letzte Nordderby seiner Karriere erlebt. Seit einigen Monaten wird spekuliert, ob der Profi die ihm vertraglich zugesicherte Möglichkeit nutzt und im Sommer vorzeitig bei Werder aussteigt. „Ich weiß nicht, es gibt nichts Neues“, lautet Pizarros knapper Kommentar. Basta!
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