BREMEN, 17. Februar 2012


Allofs sieht in HSV Konkurrenten um Europapokalplatz

Fußball Geschäftsführer von Werder Bremen fordert vor Nordduell in Hamburg Leistungssteigerung


von Stefan Freye

Bremen - Die Einschätzung des Gegners wird leichter. Das Spiel vermutlich nicht. Anders als 1899 Hoffenheim, das vor dem 1:1 bei Werder am vergangenen Spieltag der Fußball-Bundesliga noch schnell den Trainer gewechselt hatte, ist der Hamburger SV – Auswärtsgegner an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) – leichter auszurechnen. Der alte Rivale hat nach einer schwachen Hinrunde nämlich wieder in die Spur gefunden.

Die Bremer erwartet ein schweres 96. Nordderby. „Wir haben immer gewusst, dass der HSV mehr Potenzial hat. Scheinbar hat Thorsten Fink die richtigen Geister geweckt“, sagte Thomas Schaaf am Donnerstag. Der Werder-Coach ist aber nicht der einzige, der im Zusammenhang mit dem Hamburger Aufschwung den neuen Hamburger Übungsleiter ins Spiel bringt. Bereits am Mittwoch hatte Claudio Pizarro auf Fink, der im November als Nachfolger von Michael Oenning gekommen war, hingewiesen: „Ein guter Mann.“

Fink hat offenbar einiges bewegt beim HSV. Das weiß auch Schaaf. Er stecke zwar nicht in der täglichen Trainingsarbeit, meinte der Bremer Trainer, aber zuletzt habe der Hamburger SV seine Position „deutlich verbessert“. Zudem „funktioniert er als Mannschaft sehr gut“.

Am vergangenen Spieltag gewann das Fink-Team durch ein spätes Tor beim 1. FC Köln mit 1:0. Zuvor war ein beachtliches 1:1 gegen den FC Bayern gelungen. Von Abstiegsangst spricht an der Elbe niemand mehr. Dort hat man nun einen ganz anderen Plan: Mit einem Sieg im Nordderby wäre der aktuelle Tabellenzehnte wieder auf vier Punkte dran an den Bremern.

„Es geht gegen den HSV auch immer darum, wer die führende Kraft im Norden ist“, betonte Klaus Allofs. Der Werder-Geschäftsführer fügte allerdings an: „Es geht diesmal vor allem darum, die gute Ausgangsposition zu erhalten. Ich sehe die Hamburger als Mitkonkurrenten um die internationalen Plätze an.“

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Die Statistik spricht derzeit aber gegen Werder. Die Bremer sind seit drei Ligaspielen ohne Punkt beim HSV. Von dieser Statistik will Allofs allerdings nichts wissen: „Wir haben in Hamburg schon oft gut ausgesehen, und deshalb sehe ich auch diesmal gute Möglichkeiten.“ Dazu ist nach vier Unentschieden in 2012 laut Allofs vor allem eines wichtig: „Voraussetzung ist eine Steigerung gegenüber den bisherigen Spielen.“

 @ Mehr Infos unter http://www.NWZonline.de/werder




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