HSV im Aufwärtstrend – Werder stagniert
Fußball Hamburger erwarten Bremen selbstbewusst – Verstärkte Einlasskontrollen
Hamburg - Thorsten Fink brachte es vor seinem ersten Fußball-Nordderby gegen Werder Bremen an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) auf den Punkt: „Jedem muss klar sein, dass viele nach einer Niederlage wochenlang gehänselt werden, wenn sie zur Arbeit gehen“, sagte der Trainer des Hamburger SV: „Das kann man nicht gleich wiedergutmachen.“ Dennoch vermied es der 44-Jährige, Schärfe hereinzubringen.
„Wir wollen keine Randale, deshalb wird man von mir keine Kampfansagen hören“, sagte Fink: „Ich fordere eine gesunde Aggressivität ausschließlich auf dem Rasen.“ Um Randale vorzubeugen, ist die Partie als Sicherheitsspiel eingestuft worden. Die Hamburger kontrollieren nach diversen Vorfällen verstärkt auf Pyrotechnik und erhöhen die Zäune um die Fan-Blöcke.
Zum Sportlichen: Werder geht zwar als Fünfter mit 33 Punkten in das 96. Nordderby. Nach fünf sieglosen Spielen in Folge sind die Bremer aber drauf und dran, ihre gute Ausgangsposition in Sachen Europapokal-Qualifikation zu verspielen. Die Hamburger hingegen haben sich zwar Luft auf die Abstiegsplätze erarbeitet. Sie sind aber noch lange nicht gerettet.
Dennoch zeigt sich der HSV mit zuletzt sieben Punkten aus drei Partien im Aufwärtstrend. „Wir haben ein gesundes Selbstvertrauen und berechtigte Chancen, das Spiel zu gewinnen“, betonte Fink, der sein Team nach dem jüngsten 1:0 in Köln nur auf einer Position ändern will: Für den angeschlagenen Gojko Kacar kehrt der zuletzt gelbgesperrte Tomas Rincon zurück.
Bei Werder hofft Marko Marin auf eine Rückkehr in die Startelf. „Ich fühle mich gut“, sagte der Mittelfeldspieler, der seine Leistenprobleme überwunden hat. Er wird wohl anstelle des leistungsschwachen Mehmet Ekici spielen.
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