Arnautovic: „Auf den Fehler habe ich spekuliert“
Fußball Werder-Stürmer erzielt 3:1 nach schwerem Patzer der HSV-Innenverteidiger – „Glück gehabt“
Rajkovic (von links) und Westermann behindern sich gegenseitig, Arnautovic bekommt den Ball BILD: TV-Bild ARD 
Oldenburg - Mit 2:1 führt Werder Bremen in der 86. Minute im Fußball-Bundesligaderby beim Hamburger SV. Der Gastgeber drängt auf den Ausgleich, als Werder-Keeper Tim Wiese den Ball weit abschlägt. Die HSV-Abwehrspieler Heiko Westermann und Slobodan Rajkovic behindern sich gegenseitig und verpassen die Kugel. Nutznießer ist der Bremer Angreifer Marko Arnautovic. Er nimmt den Ball mit der Brust an und schiebt ihn mit dem rechten Fuß am herauseilenden HSV-Torwart Jaroslav Drobny vorbei zum 3:1 ins Netz – die Entscheidung.
Einen Tag später zeigte sich der Österreicher bereits wieder gewohnt lässig. Am Rande eines Jugendturnieres in Oldenburg erklärte er die Situation noch einmal aus seiner Sicht. „Das war natürlich ein Fehler der Verteidiger“, sagte der 22-Jährige und merkte an: „Ich habe darauf spekuliert.“
Besonders hervorheben wollte er seinen guten Riecher in dieser Situation indes nicht. Denn ein Stürmer in der Bundesliga müsse, wie Arnautovic erläuterte, auch mit Fehlern des Gegners rechnen. Weiterhin gab er zu: „Ich habe Glück gehabt, der Ball ist durchgegangen.“
Dass Arnautovic trotz seines späten und wichtigen Ausgleichstores in der Vorwoche gegen Hoffenheim (1:1) in Hamburg nicht in der Startelf stand, nahm der Österreicher gelassen. „Markus Rosenberg hat bisher ja nicht schlecht gespielt, er hatte bislang nur das Pech, dass er so oft den Pfosten getroffen hat“, gab Arnautovic nach dem Spiel in Hamburg zu.
Die Entscheidung von Thomas Schaaf nahm er deshalb sportlich: „Der Trainer macht eben die Aufstellung. Im Fußball ist das eben so.“ Dennoch drängt er mit Macht zurück in die Anfangsformation.
Zweimal in Folge hat der österreichische Nationalspieler in Werder-Diensten nun kurz vor dem Ende einer Begegnung getroffen. Seine Saisontore fünf und sechs – damit ist Arnautovic hinter Claudio Pizarro (15) Bremens zweitbester Torschütze – fielen in der 90. beziehungsweise 86. Minute.
Einen entsprechenden Tipp hat er daher für die kommenden Kontrahenten parat: Auf die Frage, ob man in der Schlussphase besonders auf ihn Acht gegen müsse, antwortete der Stürmer ganz selbstbewusst: „Das würde ich den Verteidigern raten.“
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