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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

„Inklusion ist das Normalste der Welt“

27.11.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-11-27T05:36:27Z 280 158

Projekt:
„Inklusion ist das Normalste der Welt“

Elsfleth Fröhlich sitzen die Schüler in der Cafeteria der Fachschule Sozialpädagogik in Elsfleth zusammen. Es wird gequatscht, gelacht und gemeinsam gefrühstückt. Die fröhliche Gruppe besteht aus Schülern mit und ohne Behinderung. Denn die Abschlussklasse der Fachschule Sozialpädagogik (Schwerpunkt Heilpädagogik) in Elsfleth arbeitet gerade mit Schülern des Berufsbildungsbereichs der Werkstatt für Menschen mit Behinderung des CVJM-Sozialwerks Nordenham und den Abschlussklassen der Förderschule am Siel aus Nordenham an einem gemeinsamen Projekt.

Sie basteln, verzieren und drucken verschiedene kleine Kunstwerke, die sie am Mittwoch, 16. Dezember, auf dem Weihnachtsbasar der Weihnachtsfeier der evangelischen Kirchengemeinde in der Stadthalle verkaufen wollen. „Von dem Erlös wollen wir einen gemeinsamen Ausflug machen und vielleicht auch etwas spenden“, berichtet Christine Specka, Schülerin der Fachschule Sozialpädagogik in Elsfleth.

Rund 23 Teilnehmer im Alter von 16 bis 19 Jahren haben die 14 Schüler der Fachschule Sozialpädagogik an vier Projekttagen zu Gast. Welche „Produkte“ sie herstellen wollen, haben die Teilnehmer selbst entschieden. Auch in welchen Gruppen sie arbeiten, konnten sie sich aussuchen.

Gearbeitet wird in kleinen Gruppen. „Dabei gehen wir individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ein“, erzählt Christine Specka. In Kleinteams werde mit maximal vier Personen zusammengearbeitet. Die Teilnehmer verstehen sich sichtlich gut. In den Pausen sitzen sie zusammen und klönen, egal, ob sie aus der gleichen Klasse stammen oder sich gerade erst kennengelernt haben.

„Es ist total toll zu sehen, wie engagiert die Schüler sind und mit wie viel Eifer und Fleiß sie dabei sind“, freut sich Specka. Hinter dem Projekt stecke jedoch viel Organisation und Planung, sagt sie.

Neben dem Spaß, den alle Beteiligten ganz offensichtlich haben, seien die Begegnung und die Teilhabe wichtige Faktoren des Projektes, erzählt Waltraud Möhlmann, die für das Projekt zuständige Lehrerin an der Fachschule.

„Es ist ganz wichtig, dass hier nicht ich bestimme, sondern es ist ein gemeinsames Projekt der Gruppe ist. Jeder hat bestimmte Aufgaben, die so gestaltet sind, das jeder – egal ob mit oder ohne Behinderung – gut daran teilnehmen kann“, erzählt die Lehrkraft. Inklusion ist hier selbstverständlich. „Schließlich ist Inklusion das Normalste der Welt“, bringt es Christine Specka auf den Punkt.