Gymnasium:
Mit Herzblut die Festschrift erarbeitet

Bärbel Wilhelm und

Reinhard Kursawe bereiten Jubiläum auf

2011 haben die Pädagogen mit der Arbeit begonnen. Nun wird der Probedruck erstellt.

Brake „Wir haben uns fast täglich ausgetauscht. Unsere Partner wurden schon unruhig“, erzählt Bärbel Wilhelm und schmunzelt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Reinhard Kursawe hat Bärbel Wilhelm die aktuelle Festschrift zum 150-jährigen Bestehen des Braker Gymnasiums erarbeitet. Im August 2011 haben sie mit ihrer Arbeit angefangen, nun ist das 250 Seiten umfassende Werk nahezu fertig.

„Zunächst haben wir alte Festschriften unserer und anderer Schulen gesichtet, um daraus ein eigenes Konzept zu entwickeln“, sagt Reinhard Kursawe (56). Von Anfang an stand fest, dass es wieder einen chronologischen Abriss in der Festschrift geben würde, außerdem sollten sich alle Fächer präsentieren. Dazu kamen dann persönliche Erinnerungen von Ehemaligen.

Viel wichtiger war daher die Festlegung auf ein Format und den Umfang. „Wir haben uns wegen der besseren Lesbarkeit für das DIN A4-Format entschieden und uns selbst auf 250 Seiten begrenzt“, sagt Wilhelm. Das sei zuletzt nicht leicht gefallen, denn inzwischen hätten sie soviel Material zusammenbekommen, das ausreichend für eine weitere Festschrift wäre, ergänzt Kursawe. Ungeachtet dessen, sei aber eine „ganz erfrischende, zuweilen auch nachdenkliche Lektüre“ entstanden, sagt der Deutsch- und Geschichtslehrer, der seit 1981 am Braker Gymnasium unterrichtet.

Besonders spannend bei ihrer Arbeit seien die Gespräche mit Ehemaligen gewesen. „Unter einer Stunde am Telefon schnacken, kam man nicht weg. Das war total interessant“, berichtet Bärbel Wilhelm (52), die als Schülerin das Gymnasium besucht hat und nun seit vier Jahren hier Musik und Religion unterrichtet. „Damals hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich jemals so eine Chronik verfassen würde“, erzählt die Brakerin.

Die Berichte der Kollegen mussten formatiert und an adäquater Stelle eingefügt werden, Bilder mussten ausgewählt, die Abiturjahrgänge 1922 bis 2012 sowie die Kollegiumslisten seit 1863 überprüft und ergänzt werden – eine Menge Arbeit, die neben der eigentlichen Tätigkeit als Lehrer erledigt wurde. „Da ist viel Herzblut von uns beiden drin. Sonst wäre das gar nicht machbar gewesen“, räumt Bärbel Wilhelm ein.

Nicht zuletzt aus Kostengründen haben Wilhelm und Kursawe den Druck der Festschrift auf 500 Exemplare begrenzt. Zunächst, erzählt Reinhard Kursawe, seien sie von Kollegen belächelt worden, dass dies eine viel zu hohe Auflage sei. Inzwischen lachen diese nicht mehr – mehr als 400 Vorbestellungen liegen bereits vor.

Wer ein Exemplar der aktuellen Gymnasiums-Festschrift zum 150-jährigen Bestehen haben möchte, sollte sich also umgehend über das Sekretariat der Schule (Telefon  04401/9378111, E-Mail: buero@gymnasium-brake.de) bei Bärbel Wilhelm melden und verbindlich vorbestellen. „Es gibt ein sehr großes Interesse. gerade bei den älteren Abiturjahrgängen“, sagt Bärbel Wilhelm.

Gemeinsam mit Reinhard Kursawe hat sie sich nun Hausaufgaben für die Osterferien gegeben: Dann werden beide den Probedruck, der in diesen Tagen erstellt wird, Korrektur lesen.

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Torsten Wewer

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Mit Herzblut die Festschrift erarbeitet
2011 haben die Pädagogen mit der Arbeit begonnen. Nun wird der Probedruck erstellt.
http://www.nwzonline.de/wesermarsch/bildung/mit-herzblut-die-festschrift-erarbeitet_a_2,0,1214259785.html
24.01.2013
http://www.nwzonline.de
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