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NWZonline {{SHARING.setTitle("Vertrauensfrau nicht nur für Einwanderer")}}

Integration:
Vertrauensfrau nicht nur für Einwanderer

EINSWARDEN Die SPD-Ratsfrau Zeliha Aykanat wird in Berlin ausgezeichnet. Am 7. Dezember überreicht ihr Familienministerin Kristina Schröder (CDU) den Helene-Weber-Preis – eine Auszeichnung für Frauen, die sich an ihrer Ort politisch betätigen. Mit Zeliha Aykanat bekommen 14 weitere Kommunalpolitikerinnen diesen alljährlich vergebenen Preis.

Damit ehrt die Ministerin nicht nur die Arbeit von Zeliha Aykanat im Stadtrat, sondern auch ihren jahrzehntelangen Einsatz für Einwanderer, den sie als Beraterin für Migrantinnen beim Verein Refugium Wesermarsch auch zu ihrem Beruf gemacht hat. Werktags ist sie jeden Vormittag in ihrem Büro im Mehrgenerationenhaus an der Viktoriastraße 16 anzutreffen.

Geboren in Ankara

Zeliha Aykanat ist wie kaum eine andere Frau geeignet, Einwanderinnen beizustehen, weil sie selbst ein Paradebeispiel für gelungene Integration ist. Geboren wurde sie unter ihrem Mädchennamen Zeliha Yildirim am 11. Mai 1969 in der türkischen Hauptstadt Ankara, wo ihr Vater Hasan auf dem Bau arbeitete. 1970 ging er nach Deutschland – zuerst nach Süddeutschland, wo er ebenfalls auf dem Bau arbeitete. 1974 fand er Arbeit in der Preussag-Hütte und holte seine Familie, zu der jetzt auch der dreijährige Sohn Seref gehörte, nach.

Zeliha Aykanat erinnert sich gut und gerne an ihre Kindheit in Einswarden, wo ihr Vater in dem Block an der Friesenstraße 37 eine Wohnung gemietet hatte. Dort gab es einen großen Innenhof, in dem sie viel Zeit mit den Nachbarkindern verbrachte. Die waren überwiegend deutschstämmig, weil es in Einswarden damals viel mehr deutschstämmige Bürger gab als heute, wie Zeliha Aykanat sagt. So lernte sie spielend Deutsch.

Dennoch kam sie 1975 zunächst in eine rein türkische erste Klasse. 18 Kinder von „Gastarbeitern“ aus dem gesamten Stadtgebiet waren in Friedrich-August-Hütte zusammengezogen worden, wo sie auf Türkisch und auf Deutsch unterrichtet wurden. Ihr Türkischlehrer war Mehmet Ösel. „Er sprach ein wunderbares Türkisch in allen Feinheiten“, erinnert sich Zeliha Aykanat. „Das ist wichtig: Wer seine Muttersprache nicht beherrscht, kann auch keine andere Sprache beherrschen.“

1976 wechselte sie an die Grundschule Einswarden. Ihre Klassenlehrerin war Rosemarie Heidenreich, die heutige Schulleiterin. Es folgte die Realschule Am Luisenhof, 1989 legte sie am Gymnasium das Abitur ab. Gerne hätte sie studiert, aber der Vater wollte sie nicht weiter als bis Bremerhaven weglassen, und dort fand sie kein passendes Studienfach. So wurde Zeliha Aykanat vereidigte Dolmetscherin und begann ein soziales Engagement, das seinesgleichen sucht.

1992 heiratete sie Hüsam Aykanat, der ein Jahr später an einer angesehenen Universität in Ankara ein Diplom als Geologe erwarb, das in Deutschland aber nicht anerkannt wurde. Stattdessen fand er einen Arbeitsplatz in der Airbus-Produktion. Heute wohnen sie mit den Töchtern Ceren (17) und Ceyda (13) in einem Vier-Parteien-Haus an der Borkumstraße. Beide besuchen das Gymnasium, Ceren war jetzt für ein Jahr zum Austausch in Kentucky.

Bildung ist für Zeliha Aykanat ein Schlüssel zum Erfolg. Die 42-Jährige freut sich, dass es endlich auch unter türkischstämmigen Nordenhamern nachahmenswerte Beispiel gibt – etwa den NKT-Manager Mehmet Karabacak, den Arzt Dr. Abdulrahman Er und die Grundschullehrerin Yeliz Soyal. „Die Chance wird einem nicht gegeben“, betont Zeliha Aykanat, „jeder muss sie sich selbst erarbeiten.“

Engagement als Schlüssel

Der andere Schlüssel zur Integration ist Engagement, Einsatz für die Gesellschaft. „Ich werde niemals eine Parallelgesellschaft fördern“, stellt Zeliha Aykanat klar. Sie machte mit: bei der Sozialen Stadt Einswarden, bei vielen Projekten – etwa dem Frauenschwimmen im Nordbad und dem Einswarder Frauenfrühstück –, bei der SPD und dem Refugium. Und sie motiviert andere zum Mitmachen.

Immer ist sie Einswarden treu geblieben, hat Freundschaften zu Deutschen und Türken gepflegt. „Wer Einswarden voranbringen will“, sagt Zeliha Aykanat, „muss hier nicht nur wohnen, sondern auch leben.“

Frauen, die in der Politik viel erreicht haben, gehören zu den Vorbildern von Zeliha Aykanat. Sie wurde 2006 in den Stadtrat gewählt und jetzt wiedergewählt. Sie will ein Beispiel geben für andere Frauen.

Helene Weber (1881 bis 1962) gehört zu den ersten erfolgreichen Frauen. Die gebürtige Wuppertalerin war Lehrerin und gehörte von 1924 bis 1933 als Zentrums-Abgeordnete dem Reichstag an und ab 1949 dem Bundestag als CDU-Abgeordnete. 1948/ 49 formulierte sie das Grundgesetz mit.

Die Preisträgerinnen bekommen ein individuelles Coaching.

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