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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Feueralarm kurz vor dem Abriss des alten Hauses

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Übung:
Feueralarm kurz vor dem Abriss des alten Hauses

Rodenkirchen Da war der Kopf des Dummys plötzlich weg. Beim Abtransport aus dem brennenden Gebäude Lange Straße 43 ist er irgendwann verloren gegangen. Der fehlende Kopf löste trotz allem Ernst der Aktion bei den Brandrettern Belustigung aus.

Gut, dass es sich bei der Geschichte nur um eine Einsatzübung der Feuerwehr handelte, die am Dienstagabend bei den Rodenkirchern Aufsehen erregte. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Lars Stratmann und ein fünfköpfiges Team hatten die Übung vorbereitet und waren zufrieden mit dem Ergebnis.

Das Hauptaugenmerk lag auf dem Atemschutz. Zudem sollte die Zusammenarbeit der Feuerwehren Rodenkirchen und Esenshamm geübt werden. 19 Kameraden aus Rodenkirchen, 16 aus Esenshamm und schließlich noch 14 aus Schwei rückten bei der Übung nach und nach an.

Türen tatsächlich heiß

Das große Gebäude war gut vorbereitet: Zwei Nebelmaschinen und eine gasbetriebene Brandsimulationsanlage schufen Realitätsnähe. Die Atemschutztrupps stellten erstaunt fest, dass die Türen wirklich heiß waren und größtenteils Null-Sicht herrschte. Es war übrigens die letzte Aktion für das Wohnhaus, denn schon am Mittwoch rückten die Abrissbagger an. Hier wird ein barrierefreies Fünf-Familien-Haus entstehen.

Gegen 19 Uhr wurde der Brand in der früheren Zahnarztpraxis entdeckt. Nach acht Minuten rückten der Einsatzleitwagen und ein erstes Löschgruppenfahrzeug aus.

Am mittleren Fenster wartete eine Bewohnerin dringend auf Rettung, doch alle Zugänge zum Haus waren verschlossen. Weil sie am Bein verletzt war, konnte sie nicht mit einer Steckleiter geborgen werden. Also brach der Atemschutztrupp die Tür auf und barg die Verletzte unter einer Fluchthaube. Bei der weiteren Erkundung fanden die Brandretter im hinteren Teil des Gebäudes einen Bewusstlosen – den später kopflosen Dummy.

Retter verunglücken

Ein zweiter Atemschutztrupp fand das Feuer und löschte es. Doch dann trat dem Drehbuch der Übung folgend der gefürchtete Atemschutznotfall ein: Der Trupp verunglückte. Weitere Brandretter wurden zur Bergung in das Gebäude geschickt. Draußen wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte eingeteilt: Für die rechte Gebäudeseite übernahm der Rodenkircher Staffelführer Stefan von der Lieth die Verantwortung, für die linke Seite der Esenshammer Gruppenführer Detlef Ukena. Im linken Abschnitt fanden die Feuerwehrleute einen Toten, dargestellt von einem weiteren Dummy.

Für Gemeindebrandmeister Jörg Wiggers war es wichtig zu sehen, dass die Ausrückeordnung von der Großleitstelle Oldenburg angewandt wurde: In Rodenkirchen werden zusätzlich erst Esenshamm und dann Schwei, Reitland und Seefeld alarmiert.