Theater:
Belles Liebe erlöst das Biest von seinem Fluch

Darstellerinnen und Darsteller der Zinzendorfschule bringen                             Klassiker auf die Bühne

Tossens Seit der fünften Klassen studieren die Mitglieder der AG 910 – Schülerinnen und Schüler, die heute die 9. oder 10. Klasse der Zinzendorfschule besuchen – gemeinsam mit Connie Howell Theaterstücke ein. Nachdem beeindruckenden Stück über ein krebskrankes Mädchen im vergangenen Jahr widmete sich die Gruppe nun einem klassischen Stoff: „Die schöne und das Biest“ stand auf dem Spielplan.

Das Stück beginnt kurz vor dem 21. Geburtstag des jungen Mannes, der wegen seiner Herzlosigkeit gegenüber einer vermeintlich schwachen Alten verhext und mit einem abstoßenden Äußeren gestraft wurde. Viele Jahre der Isolation haben ihn unfreundlich und abweisend werden lassen. Nur die Liebe einer jungen Frau, die auch er lieben kann, wird ihn erlösen. Doch das, so will es der Fluch, muss vor seinem 21. Geburtstag geschen.

Klar kommt dafür nur Belle, die Schönste und Herzensbeste des nahen Ortes, in Frage. Zwar stellt der einflussreiche Gaston ihr nach, dem die Herzen der anderen Dorfschönheiten zufliegen, doch Belle sorgt sich nur um ihren greisen, verarmten Vater.

Zufällig verirrt der sich im Nebel und gerät in das Schloss des Biestes. Dort wird er von in Gegenstände verzauberten Kreaturen willkommen geheißen: Leuchter, Uhr, Tisch und Teekanne treten – fantasievoll kostümierten und toll dargestellt – ebenso auf auf wie Besen, Topf und Kochlöffel. Sie können sich bewegen, sprechen und denken.

Das Biest entdeckt den ungeladenen Gast und verlangt das nächste Lebewesen, auf das dieser trifft, als Preis für die Freiheit des Alten. Natürlich ist das Belle. Die lässt sich auf den Handel ein, erweicht das Herz des vermeintlichen Finsterlings, der dadurch seine Güte offenbart. Auch eine Intrige Gastons und seines verschlagenen Dieners können nichts daran ändern, dass Belle das Biest erlöst und sie glücklich leben bis ans Ende ihrer Tage.

Ohne Musik, dafür mit effektvoller Beleuchtung und ganz konventionell inszeniert brachten die Schülerinnen und Schüler die auf einem französischen Volksmärchen basierende Geschichte auf die Bühne. Hänger gab es kaum, alle überzeugten und verdienten sich so den Applaus des Publikums. Connie Howell kündigte an, dass sich die Gruppe 2017 für das Jugendtheaterfestival in Oldenburg bewerben wolle.

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