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Bundespräsident spricht Plattdeutsch

Seefeld/Berlin Den Auftrag, für den Erhalt der plattdeutschen Sprache zu sorgen, weil sonst ein Stück Kultur verloren gehe, erhielt Hans Meinen, Plattdeutsch-Beauftragter des Landkreises Wesermarsch, jetzt ein weiteres Mal und das sogar vom 1. Mann im Staat. Bundespräsident Joachim Gauck bestärkte den pensionierten Lehrer aus Augusthausen, sich weiterhin mit Engagement seiner Aufgabe zu widmen.

Hans Meinen war einer von 66 Ehrenamtlern aus ganz Deutschland, die für ihren Einsatz für das Gemeinwohl vom Bundespräsidenten zum alljährlichen Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue in Berlin eingeladen wurden. Das Glück wollte es, dass Hans Meinen beim zweistündigen Drei-Gänge-Menü der Tischnachbar von Joachim Gauck war.

Die Ehre, zu den Auserwählten zu gehören, verdankt Hans Meinen aber nicht seiner jetzigen Tätigkeit als Plattdeutsch-Beauftragter. Gewürdigt wurden damit sein Einsatz als Gründungsmitglied des Kulturzentrums Seefelder Mühle und seine fast drei jahrzehntelange Tätigkeit als dessen ehrenamtlicher Programmchef.

„Ich habe diese Auszeichnung stellvertretend für alle anderen Mitstreiter, die sich über viele Jahre für die Seefelder Mühle engagieren, entgegengenommen“, sagte Hans Meinen. Nicht bekannt ist ihm, wer initiiert hat, dass er von der Niedersächsischen Staatskanzlei als einer von fünf Vertreter des Bundeslandes für den Neujahrsempfang beim Bundespräsidenten vorgeschlagen worden war.

Bei der Vorbereitung auf den Empfang im Schloss Bellevue hatte der 66-Jährige erfahren, dass der in Rostock gebürtige Joachim Gauck Plattdeutsch spricht. Beim Defilee, bei dem die Ehrenamtler dem Bundespräsidenten und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt nach einem festgelegten protokollarischen Ablauf vorgestellt wurden, sprach Hans Meinen den Gastgeber auf Plattdeutsch an und überreichte Joachim Gauck die Hörbuch-CD „Peter Lurenz bi Abukir“, eine von Wolfgang Rieck gelesene plattdeutsche Seemannsgarn-Novelle.

Sehr zur Freude des Augusthauseners erwiderte der Bundespräsident die Grüße „up Platt“ und auch beim gemeinsamen Mittagessen wurden einige plattdeutsche Worte gewechselt. „Es war Joachim Gauck deutlich anzumerken, dass dieser Neujahrsempfang für ihn keine Pflichtaufgabe, sondern es ihm ein Anliegen ist, mit Bürgern zu sprechen und sie zu ermuntern, sich weiterhin für die Gesellschaft einzusetzen“, berichtete Hans Meinen.

Beim Neujahrsempfang, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahm, konnte Hans Meinen mit Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, auch über die Seefelder Mühle sprechen. Die war ihr aus Gesprächen mit Cornelia Iber-Rebentisch durchaus ein Begriff.

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