Kunst:
Ein digitales Mühlen-Feuerwerk gezündet

Silvester-Lichtshow des Künstlers David Baur verzaubert Besucher des Galerieholländers

Mehrere Hundert Gäste waren zur Präsentation gekommen. Viele von ihnen feierten dabei den Jahreswechsel.

Seefeld Ein digitales Feuerwerk, gezündet von Lichtkünstler David Baur, verzauberte am späten Silvesterabend mehrere Hundert Besucher der Seefelder Mühle. Lichtprojektionen verwandelten den Mühlenschuppen in ein sich ständig wechselndes Kunstwerk und auf der Wiese vor der Mühle ging die Sonne immer wieder auf sieben großen Plexiglas-Scheiben unter.

„Für den Rest meines Lebens werde ich wohl nichts anderes tun, als darüber nachzudenken, was Licht ist“, zitierte Baur hoch über den Köpfen der Besucher zu Beginn Albert Einstein. Er selbst, fügte der Künstler hinzu, habe bereits aufgehört, über Licht nachzudenken und angefangen mit Licht zu spielen.

Das hat der 26-Jährige im Sommer als Künstler auf Zeit auch in Seefeld getan. Zweieinhalb Monate arbeitete er im Müllerhaus an der Mühle an einer Lichtshow. Das Ergebnis zeigte David Baur am Silvesterabend auf dem Mühlengelände.

Zahlreiche Besucher des offenen Ateliers, zu dem David Baur während seiner Zeit in Seefeld einmal in der Woche einlud, hatten dem Lichtkünstler Lampenschirme gespendet. Diese schmückten nun den Übergang von der Mühle zum Mühlencafé.

Eröffnet wurde die Silvesterfeier in der Seefelder Mühle mit einem Spektakel. Hunderte von weißen und roten Ballons, an denen Wunderkerzen angebracht waren, wurden an die Gäste verteilt. Alle waren eingeladen, Wünsche in den Himmel zu schicken.

„Wir zählen von zehn runter, bei null lassen wir die Ballons steigen“, erläuterte David Baur die Lichtaktion. Die leuchtenden Ballons, die dann nach dem Countdown hoch in den Himmel stiegen, boten ein beeindruckendes Bild.

Nach diesem ersten Licht-Spektakel verabschiedeten sich die Besucher, die lediglich zur Eröffnung gekommen waren. Rund 200 Gäste blieben, genossen den Abend bei Glühwein und Häppchen an einem der zahlreichen Lagerfeuer auf dem Mühlengelände oder im Zelt vor dem Mühlencafé. Andere, vor allem die vielen jüngeren Besucher, verbrachten die Zeit vor dem Jahreswechsel im Mühlencafé. Dort brachte der Münchner DJ „Disco-Dave“ alias Jasper Kühn die tanzfreudigen Gäste in Stimmung. Für das richtige Disco-Feeling sorgten auch Lichtinstallationen von David Baur.

Kurz vor Mitternacht waren alle Sektgläser gefüllt und alle Gäste versammelten sich vor der Mühle. Gemeinsam mit dem Lichtkünstler zählten alle die letzten Sekunden bis zum Jahreswechsel herunter. Punkt 0.00 Uhr prosteten sich alle zu und fielen sich in die Arme. Je nach Sichtweise feierte man das Ende des alten oder den Beginn des neuen Jahres.

Während rund um das Kulturzentrum Raketen zischend in den Himmel stiegen und dort laut knallend in einem Glitzerregen explodierten, zündete David Baur vor der Mühle ein digitales Feuerwerk, das den Zuschauer viele Ahs und Ohs entlockte. Nicht nur die bunten Lichtformationen, die er ohne Knalleffekte, aber mit Geräuschen und Musik unterlegt, in den Nachthimmel schickte, spiegelten sich als Leuchten in ungezählten Augenpaaren, auch die Lichtstrahlen die der Künstler mittels Beamer auf die Mühle projizierte.

Sie ließen den Galerieholländer in ganz neuem Licht erstrahlen. Mal war die Mühle in ein Lichternetz gehüllt, mal tanzten Lichtpunkte und Blitze über Wände und Flügel. Das Farben- und Lichtfeuerwerk setzte die Mühle nicht nur weithin sichtbar in Szene, es verzauberte auch das Publikum auf ganzer Linie.

Nach dem faszinierendem Lichtspektakel war noch lange nicht Schluss: Im Mühlencafé wurde das neue Jahr bis in die Morgenstunden gefeiert.

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Ein digitales Mühlen-Feuerwerk gezündet
Mehrere Hundert Gäste waren zur Präsentation gekommen. Viele von ihnen feierten dabei den Jahreswechsel.
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02.01.2015
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