Parkplatzproblem:
Eisstockschießanlage zieht nicht um

Freundeskreis Zwiesel und Boule-Club Brake erstaunt über Barghorn-Pläne

Magnus Barghorn würde die Vereine gern umsiedeln. Diese sehen keinen Grund, die Anlage zu verlassen.

Brake Erstaunt. So haben die Mitglieder des Freundeskreis Zwiesel und des Boule-Clubs auf die Pläne von Magnus Barghorn reagiert. Der Ehrenpräsident des SV Brake hatte sich – in Eigenregie – Gedanken darüber gemacht, wie die Parkplatzsituation am Stadion an der Bahnhofsstraße verbessert werden könnte (die NWZ  berichtete). Leidtragende in diesem Plan wären der Freundeskreis Zwiesel und der Boule-Club. Sie würden von ihrem derzeitigen Platz weichen und eine neue Stätte am viel kleineren Gelände am Uferweg bekommen.

Dabei hat der Freundeskreis Zwiesel viel Arbeit in diese Anlage gesteckt. „Als wir 2012 das Gelände übernommen haben, konnte man es nicht befahren“, erinnert sich Heinz-Wilhelm Bergmann, der für die Organisation im Freundeskreis zuständig ist, am Mittwoch bei einem Ortstermin. Mit Karren habe man Sand und Pflastersteine für den 270 Quadratmeter großen Platz herangeschafft, um ihn wieder bespielbar zu machen. „Erst später haben wir die großen Tore eingebaut“, sagt Bergmann. Auch die Elektrik, die Hütte fürs Equipment und die vielen Wege habe man angelegt. Für das kommende Jahr ist eine dritte Bahn geplant. „Der Bedarf ist da“, sagt Uwe Seyberth, Vorsitzender des Freundeskreis.

Ebenso sieht es beim Boule-Club aus. „Wir haben mittlerweile 30 Mitglieder“, sagt Oskar Kuchelmeister vom Boule-Club. Viele seien über 80 Jahre alt und trotzdem noch aktiv. „Boule spielen geht eben auch im hohen Alter“, erklärt Kuchelmeister. Deshalb hat der Club auch eine weitere Bahn geplant.

Dass diese Anstrengungen einfach so übergangen werden und Barghorn dies einfach überplane, können beide Vereine nicht verstehen. Bürgermeister Michael Kurz bekräftige noch einmal die Arbeit der Vereine. „Beide vereine tragen zur Vielfalt in Brake bei und sprechen junges wie altes Publikum an. Das sollte geschützt werden“, sagte Kurz. Besonders ärgert alle Beteiligten, dass sie von den Plänen in der Zeitung erfahren mussten. „Er hätte mit uns reden sollen“, sagt Seyberth. Auch seien die Kosten für den Umbau nicht gesichert. Dass die Mitglieder des Freundeskreises noch einmal einen so großen Aufwand für die Herrichtung eines Geländes in Eigenleistung aufbringen könnten, bezweifelt Bergmann.

Zudem gebe es bereits eine Lösung für den Bus der auswertigen Mannschaften. „Die Fußballabteilung des SV Brake hat uns angesprochen“, sagt Bergmann. Die Abfahrt zur Eisstockbahn an der Einfahrt des Stadions solle gepflastert werden, so dass der Bus dort parken könne. „Das können wir uns vorstellen“, sagt Bergmann. Auch dass der Platz am Uferweg zum Parkplatz umfunktioniert werde, sei für die Vereine kein Problem. An ihrer Anlage wollen sie aber festhalten. „Die ist schon unser Zuhause geworden“, sind sich alle Mitglieder einig.

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Nikola Nording

Redaktion Brake
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Eisstockschießanlage zieht nicht um
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07.01.2016
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