Fsv Warfleth:
Verein wartet weiter auf Sanierung des Sportplatzes

Eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten für Mannschaften – 12 000 Euro sind eingeplant

Berne Dem augenblicklichen Tauwetter kann Kay-Uwe Hartmann, Vorsitzender des FSV Warfleth, wenig abgewinnen. Für ihn ist weiter Eiszeit – denn noch immer ist für den Fußballverein nicht klar, ob und wann der Sportplatz in Ganspe mit dem angrenzenden Kleinfeld saniert wird.

Dabei läuft dem Vereinsvorsitzenden die Zeit davon: Aufgrund der sehr eingeschränkten Trainingszeiten fürchtet er um den Bestand der Mannschaften. Und diese Furcht ist nicht ganz unberechtigt – die F-Jugend etwa ist im Herbst 2015 bereits genau aus diesem Grund aufgelöst worden. Die Spieler haben in Lemwerder inzwischen ihr neues sportliches Zuhause gefunden.

Das Problem des Vereins, das mittlerweile seit Monaten besteht: Der Platz ist von November bis etwa März überhaupt nicht bespielbar, bei starken Regenfällen auch zu anderen Zeiten nicht. Ausweichen auf das Kleinfeld können die Sportler in diesen Fällen nicht, weil auch dies sanierungsbedürftig ist (die NWZ  berichtete). „Wir brauchen Möglichkeiten, das ganze Jahr zu trainieren“, bringt Kay-Uwe Hartmann das Vereinsdilemma auf den Punkt.

Zwar könne der Verein in bescheidenem Umfang die benachbarte Halle nutzen oder auf den Platz der Spielvereinigung Berne ausweichen, aber gerade dieser Verein lasse sich die Bereitstellung des Platzes gut bezahlen. „Diese Kosten können wir uns auf Dauer nicht leisten“, macht der 50-Jährige deutlich. Die Mittel des derzeit rund 130 Mitglieder zählenden Vereins seien begrenzt.

Eigentlich liegt diesem Problem ein sportlicher Erfolg zugrunde, berichtet Hartmann. Beflügelt von der Fußball-Weltmeisterschaft, habe der kleine Verein einen enormen Zulauf sowohl von erwachsenen Fußballspielern als auch von talentierten Nachwuchskickern erfahren. „Aber die wollen natürlich alle trainieren“, erzählt Hartmann. Und das gehe nicht, wenn der Platz nur sehr eingeschränkt nutzbar sei – und zudem auch noch teilweise von anderen wie der Feuerwehr für Übungen genutzt werde.

Seinem Ärger hatte Kay-Uwe Hartmann auf der Jahreshauptversammlung im vergangenen Frühjahr Luft gemacht – und musste sich dafür in einer anschließenden Fachausschusssitzung heftige Kritik vom zuständigen Fachbereichsleiter Michael Heibült anhören. Dieser beschwerte sich darüber, dass man über die notwendigen Arbeiten gesprochen und lose auch schon einen Terminplan vereinbart habe. Dann der Gemeinde vorzuwerfen, sie lasse den Verein im Stich, sei falsch.

Tatsächlich, das bestätigt die Nachfrage der NWZ , ist ungeachtet dieses Scharmützels die Gemeinde beim Thema Sportplatzsanierung weiter aktiv. Laut Heibült sind im aktuellen Haushalt für 2016 immerhin 12 000 Euro für Unterhaltungsmaßnahmen vorgesehen. Ob mit dem – vergleichsweise – geringen Betrag nun der Zaun oder die Drainage erneuert werde, das solle mit der Vereinsführung eng abgestimmt werden, bekräftigt Michael Heibült.

Vielleicht endet mit dieser Botschaft die „Eiszeit“ bei Kay-Uwe Hartmann. Schön wär’s, schließlich soll im Sommer das 50-jährige Bestehen des FSV Warfleth gefeiert werden. Da sollte doch eigentlich eitel Sonnenschein herrschen.

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Torsten Wewer

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Fsv Warfleth
Verein wartet weiter auf Sanierung des Sportplatzes
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