NWZonline {{SHARING.setTitle("Atomgegner wollen erneute Auslegung")}}

Kernkraftwerk:
Atomgegner wollen erneute Auslegung

Kleinensiel Noch einmal wieder von vorn: Der Arbeitskreis Wesermarsch (AKW) der Anti-Atomkraft-Initiativen fordert eine erneute Auslegung der Unterlagen zum Rückbau des KKU und zur Errichtung des Zwischenlagers Luna. Allerdings müssten diese Unterlagen aussagekräftiger sein als die bis zum 30. November ausgelegten.

AKW schickt 32 Seiten

Das ist der 32-seitigen Einwendung des Arbeitskreises zu entnehmen, die dessen Sprecher Hans-Otto Meyer-Ott, Hammelwarder Außendeich, am Montagnachmittag bei der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung abgegeben hat. Grund: Die ausgelegten Unterlagen – insgesamt 700 Seiten – seien unzureichend, denn aus ihnen könne nicht jeder Bürger seine Betroffenheit ablesen.

Zusätzlich müsse beispielsweise noch eine detaillierte radiologische Charakterisierung von Komponenten, Systemen und Raumbereichen im Kernkraftwerk ausgelegt werden. Die vom KKU-Betreiber Eon geplante selektive Charakterisierung erst unmittelbar vor dem Abbau radiologisch relevanter Objekte sei nicht zulässig, weil „ein genehmigungsrelevanter Tatbestand in ein atomrechtliches Aufsichtsverfahren verschoben würde“, wie es in dem Text heißt, den der Physiker Wolfgang Neumann, Hannover, weitgehend verfasst hat. Ergänzungen kamen von Meyer-Ott und Andreas Obermair, Hagen im Bremischen.

Die Einwendung bemängelt auch, dass die öffentlich ausgelegten Unterlagen bezüglich des Umgangs mit radioaktiven Reststoffen nicht vollständig seien. Das von Eon verfasste Freigabekonzept R-17 müsse vor der Fortsetzung der Öffentlichkeitsbeteiligung ausgelegt werden, denn es lasse wichtige Rückschlüsse auf die persönliche Betroffenheit von Bürgern zu.

Auch an dem geplanten zweiten Genehmigungsverfahren, das erst in einigen Jahren erwartet wird, müsse die Öffentlichkeit beteiligt werden.

Als weiteren wichtigen Kritikpunkt benennt die von Hans-Otto Meyer-Ott unterzeichnete Einwendung, dass Eon kein Konzept zur Radioaktivitätsvermeidung vorgelegt habe, sondern es bei Andeutungen belasse. „Ich erwarte, dass das Umweltministerium als Atomaufsicht Eon damit nicht durchkommen lässt“, betonte Meyer-Ott im Gespräch mit der NWZ.

Zweiter wichtiger Kritikpunkt ist die Freimessung von schwach radioaktiv belasteten Teilen. Sie müsse in der Stilllegungs- und Abbaugenehmigung geregelt werden. Die Regularien müssten alle bei der Stilllegung des KKU und anderer Atomanlagen in Niedersachsen anfallenden Reststoffe berücksichtigen.

Zudem müsse das Genehmigungsverfahren für das Zwischenlager Luna abgebrochen und in das Stilllegungs- und Abbauverfahren aufgenommen werden. Dieses Lager soll die beim Rückbau anfallenden radioaktiven Abfälle aufnehmen.

Klage vermeiden

Im Gespräch mit der NWZ  trat Hans-Otto Meyer-Ott erneut dafür ein, dass alle strittigen Themen aus dem Erörterungstermin – für den es noch kein Datum gibt – in einer freiwilligen Öffentlichkeitsbeteiligung zwischen Einwendern, Eon und Umweltministerium so abgearbeitet werden, dass Veränderungen an den bisherigen Eon-Plänen möglich sind. Damit könne der Klageweg vermieden werden. Das Geld könne aus den 80 000 Euro entnommen werden, die die Landesregierung, wie berichtet, für erweiterte Beteiligung der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen will.

Oldenburg
Bild zur News: Gina Solera – So lebt es sich als  Oldenburger Dragqueen

Nwzplay-Serie „kurzgeschnackt“
Gina Solera – So lebt es sich als Oldenburger Dragqueen

Seit seinem Amtsantritt im September besucht NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann Menschen in der Region. In der neuen Folge stellt sich Draqueen Gina Solera vor und plaudert aus dem Nähkästchen. Die Themenvielfalt reicht von Schminktipps bis zum Rotlichtviertel.

Oldenburg
Bild zur News: Wegen zu großen Erfolgs abgesagt

„deine Freunde“-Konzert In Oldenburg
Wegen zu großen Erfolgs abgesagt

So eine Absage hat es in der Kulturetage noch nie gegeben: Eigentlich sollte das Konzert am 18. Dezember stattfinden. Doch es sind zu viele Karten verkauft worden. Nachholtermin ist am 30. Juni 2017 an einem anderen Ort.

Oldenburg
Bild zur News: EWE investiert 300 Millionen Euro in Windpark

Offshore-Projekt vor Borkum
EWE investiert 300 Millionen Euro in Windpark

Partner des Oldenburger Energieversorgers ist ein Stadtwerke-Konsortium. 32 Windräder sollen errichtet werden, das gesamte Investitionsvolumen liegt bei 800 Millionen Euro.

Garrel
Bild zur News: Brand im Café House

Feuerwehr-Einsatz In Garrel
Brand im Café House

Vermutlich ist ein Adventsgesteck in Brand geraten. Verletzt wurde niemand.

Oldenburg/Rastede
Bild zur News: Oldenburg freut sich auf Kräftemessen mit Werder

Testspiel Gegen Vfb
Oldenburg freut sich auf Kräftemessen mit Werder

Der Regionalligist testet parallel zu den Stadtmeisterschaften gegen die Bremer. Sechs Tage vor ihrem Duell mit dem BVB treffen die Hanseaten am 15. Januar ab 14 Uhr in Rastede auf die Oldenburger.

Harpstedt
Bild zur News: 50-jährige Wildeshauserin bei Unfall schwer verletzt

Harpstedter Kreuzung
50-jährige Wildeshauserin bei Unfall schwer verletzt

Drei Fahrzeuge waren kollidiert. Die Kreuzung wurde zeitweise voll gesperrt – was im Ortskern des Fleckens teilweise zu einem Verkehrschaos führte.

Oldenburg
Bild zur News: Es war nicht das erste Mal

Falscher Polizist In Oldenburg
Es war nicht das erste Mal

Eine 18-Jährige ist in der Nacht zu Dienstag von einem Mann, der sich als Polizist ausgab, sexuell missbraucht worden. Jetzt hat sich ein 15-Jähriger bei der Polizei als weiterer Zeuge gemeldet. Der Vorfall hat sich bereits Ende September zugetragen.

Delmenhorst/Landkreis
Bild zur News: Delmenhorster Duo für 14 Einbrüche verantwortlich?

Polizei im Kreis Oldenburg
Delmenhorster Duo für 14 Einbrüche verantwortlich?

Die beiden jungen Männer sind jetzt auf frischer Tat ertappt worden. Die weiteren Ermittlungen haben ergeben, dass die Heranwachsenden vermutlich für 13 weitere Einbrüche in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg verantwortlich sind.

Brake
Bild zur News: Kein Strafverfahren nach Unglück am Fähranleger

Tödlicher Unfall In Brake
Kein Strafverfahren nach Unglück am Fähranleger

Eine Verkettung unglücklicher Umstände führte zu Unglück in der Weser, so die Ermittler. Großes Lob der Polizei gibt es für die Rettungskräfte.