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NWZonline {{SHARING.setTitle("Wandbild in Brake erzählt von Flucht aus Syrien")}}

Malen Gegen Das Grauen:
Wandbild in Brake erzählt von Flucht aus Syrien

Brake Die Häuser sind zerstört, eine Stadtmauer ist eingerissen. Aus den Ruinen steigt Rauch auf. Das Minarett neben der Moschee ist eingeknickt und auch die Kuppel der benachbarten Kirche ist beschädigt. Diese dramatischen Szenen, Eindrücke seiner Flucht von Syrien nach Europa, hat Wasfi Ibrahim auf eine Zimmerwand in der Braker Notunterkunft an der Kirchenstraße 24 gemalt.

Bedrückende Bilder

Es sind bedrückende, nachdenklich stimmende Bilder, aber auch Abbildungen der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Fremde. „Ich war zufrieden und glücklich in meinem Land“, sagt der 54-jährige Kurde auf Arabisch. Der Dolmetscher Ray Abro übersetzt ins Deutsche. Durch den Terror sei alles kaputt gegangen, sagt der Künstler. Wasfi Ibrahim hat in seiner Heimatstadt Damaskus alles verloren. Er war ein angesehener Kunstlehrer, nun stehen er und seine Familie – seine Frau sowie zwei erwachsene Töchter und Söhne – vor einem schwierigen Neuanfang in Deutschland.

Neben Wasfi Ibrahim sitzt Azad Fuat. Der 53-Jährige stammt aus dem Irak. In der Notunterkunft haben sich die beiden kennengelernt. „Sie sind unzertrennlich“, erzählt der DRK-Geschäftsführer Peter Deyle. Azad Fuat sei eine Art seelischer Vater für Wasfi Ibrahim, übersetzt Ray Abro. Er bringe ihn zum Lachen, vertreibe für kurze Zeit die düsteren Erinnerungen.

Künstler will sich präsentieren

Wasfi Ibrahim stammt aus Kamschi, einer syrischen Kleinstadt nahe der türkischen Grenze. Mit seiner Familie lebte der 54-jährige Kunstlehrer in Damaskus. Der Bürgerkrieg raubte ihnen die Existenz.

Der Syrer möchte sein künstlerisches Talent unter Beweis stellen. Er sucht nach Möglichkeiten, sich präsentieren zu können. Er würde gern in einer Künstlerwerkstatt arbeiten.

Wer dem Künstler helfen möchte, kann sich mit dem DRK-Geschäftsführer Peter Deyle in Verbindung setzen unter Telefon  04731/2691911 oder E-Mail: kreisverband@drk-wesermarsch.de

Seit November 2015 befindet sich Familie Ibrahim in der Braker Notunterkunft. „Der Weg war nicht einfach“, betont der 54-Jährige. Die Flucht führte über die Türkei und Griechenland, die Balkanstaaten und Österreich an die deutsche Grenze. Mit dem Bus kamen sie direkt von Passau aus nach Brake. „Von Mazedonien bis Deutschland hat uns das Rote Kreuz begleitet“, erinnert sich Wasfi Ibrahim. Er sei immer noch traurig, alles zurückgelassen zu haben. Syrien sei sein Leben gewesen, in einer Sekunde habe er alles verloren.

Zerstörte Kirche

Und so zeigt sein fünf Meter langes und etwa 1,5 Meter hohes Wandbild auch Menschen auf der Flucht, denen Angst, Niedergeschlagenheit und Müdigkeit ins Gesicht geschrieben sind. „Das ist mein Weg“, sagt der Künstler und zeigt auf einige Szenen. „Terror hat keine Religion“, sagt Azad Fuat, als sein Freund Wasfi Ibrahim auf die zerstörten Gotteshäuser weist.

Das Wandbild, auf Raufasertapete im Besprechungszimmer gemalt, zeigt aber auch die freudige Ankunft in Deutschland, glückliche Kinder mit einer schwarz-rot-goldenen Flagge. Das gesamte Kunstwerk ist in nur wenigen Tagen entstanden. Wasfi Ibrahim hofft, bald wieder als Kunstschaffender arbeiten zu können. „Ich könnte viel machen, habe viel zu zeigen, will arbeiten“, sagt er.

Die Erinnerungen an seine Heimat wühlen ihn noch immer auf. In Brake möchte er Abstand gewinnen und los lassen – auch durch seine ausdrucksstarken Bilder.


Weitere Fotos unter   nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
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