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NWZonline {{SHARING.setTitle("Ist es wirklich richtig, was ich da mache?")}}

Berufsalltag Eines Richters:
Ist es wirklich richtig, was ich da mache?

Eckfleth Wer Joachim Korte in dessen Berufsalltag begegnet ist, befand sich in der Regel in einer juristischen Auseinandersetzung. Egal, ob sich im Strafrecht Staatsanwalt und Angeklagter oder im Zivilrecht zwei Parteien gegenüberstehen, das letzte Wort hat immer der Richter.

Dass das nicht immer einfach ist, weiß Joachim Korte nur zu gut. In seiner fast 25-jährigen Tätigkeit als Richter am Amtsgericht Brake musste er viele Entscheidungen fällen. „Das wichtigste Werkzeug war für mich immer der gesunde Menschenverstand“, erzählt der 69-Jährige.

Ermessenssache

Besonders schwer gefallen seien ihm die Entscheidungen, die er gegen seine subjektive Wahrnehmung fällen musste. „Einen Menschen zu verurteilen, für dessen Tat man menschliches Verständnis hat, ist immer schwierig. Hier kommen einem aber die Gesetzestexte entgegen, in denen Strafmaße von ... bis... vorgesehen sind. Das ist dann wieder Ermessenssache des Richters“, erklärt Korte den inneren Konflikt.

Das genaue Gegenteil falle aber mindestens genau so schwierig. „Ich musste auch Angeklagte freisprechen, bei denen ich mir sicher war, dass sie schuldig sind. Bei einem Sexualdelikt reichte die Beweislast nicht aus, um den Angeklagten eindeutig zu überführen, so dass ich ihn nicht verurteilt habe. Der Freispruch fiel mir alles andere als leicht und lag mir in den nächsten Tagen schwer im Magen“, erzählt er weiter. Aber auch ein Richter sei an klare Vorgaben gebunden und könne nicht uneingeschränkt entscheiden, wie er wolle.

Schlecht gefühlt habe er sich ebenfalls in einer Situation als Haftrichter: „Am Neujahrsmorgen musste ich eine Haftprüfung für einen Tatverdächtigen durchführen. Der Mann hatte in der Silvesternacht im betrunkenen Zustand seine Nachbarin mit einem Hammer erschlagen“, berichtet der ehemalige Richter.

Streitpunkt war in dem Fall eine Kiste Bier. „Es war schlimm zu sehen, dass ein normaler Mann so eine schreckliche Tat begangen hat, die er im Nachhinein schwer bereute – ganz zu schweigen vom Opfer, das aus einer ganz banalen Situation heraus sein Leben verloren hat“, erzählt der Pensionär.

Solche Fälle beschäftigten ihn auch über die Verhandlung heraus stark. „Geholfen hat mir dann oft das Gespräch mit meiner Frau – soweit das möglich war. Darüber hinaus hatte ich mit meinen Kollegen eine Teerunde, in der auch vieles besprochen werden konnte.“

Eine entscheidende Rolle spielte für den Richter immer der Zweifel. „Auf der einen Seite habe ich meine Entscheidungen immer in Frage gestellt. Ist das wirklich richtig was ich da mache? war in diesem Zusammenhang eine wichtige Frage.“

Andererseits war auch der Zweifel an der Schuld eines Beklagten ein entscheidender Faktor. „Nur wenn eindeutig bewiesen werden konnte, dass der Tatbestand erfüllt war oder ein Geständnis vorlag, habe ich auch ein Urteil gesprochen“, sagt Joachim Korte.

Ansonsten sei es auch sinnvoll gewesen, eine Nacht über alles zu schlafen. Manchmal müsse man etwas sacken lassen, um sich über alles wirklich klar zu werden.

Kein schwerer Abschied

Seit viereinhalb Jahren ist der ehemalige Richter jetzt im Ruhestand. Der Abschied sei ihm nicht schwer gefallen. „Die Arbeit hat mir immer große Freude bereitet. Trotzdem war ich froh, als der letzte Arbeitstag vorüber war“, berichtet der Pensionär.

Zu diesem Zeitpunkt konnte er auf eine bewegende Karriere zurückblicken. Nach dem Studium in Marburg und Göttingern verschlug es den Referendar 1974 zur Staatsanwaltschaft und dem Landgericht nach Oldenburg oder den Landkreis Wesermarsch.

Als Assessor arbeitete er ab 1977 an Gerichten in Osnabrück und Aurich sowie als Staatsanwalt in Oldenburg, bevor er 1986 als Richter im Braker Amtsgericht eingesetzt wurde.

Im Ruhestand hat Joachim Korte den fehlenden Druck schätzen gelernt: „Man merkt erst, wie stark der Druck war, wenn er nicht mehr da ist“, sagt er. Er freue sich, dass er nicht mehr aufstehen müsse, wenn der Wecker klingelt. Seine freie Zeit verbringt der Pensionär hauptsächlich mit der Familie und spontanen Urlaubsreisen. Diese nutzt er dann häufig, um mit seiner Frau zu wandern.

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