Refugium:
„Wir werden sie weiter unterstützen“

Grüne-Landtagsabgeordnete informieren sich über Migrations- und Flüchtlingsarbeit

Rund 100 Asylbewerber gibt es derzeit in der Wesermarsch. Um ihnen adäquat helfen zu können, wäre eine kontinuierliche finanzielle Förderung des Refugiums wichtig.

BRAKE Über die Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde des Landkreises, über den Umgang mit Abschiebungen und über das geplante neue Bleiberecht, das ab Juli gelten soll, tauschten sich am Donnerstag die Grünen-Landtagsabgeordneten Filiz Polat (migrationspolitische Sprecherin ihrer Fraktion) und Ina Korter (Nordenham) mit Sivalingam Siretharan und Zeliha Aykanat vom Refugium Wesermarsch sowie mit Dragos Pancescu von den Braker Grünen und Ahmet Akdogan von den Nordenhamer Grünen in Brake aus. Die Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde sei gut, betonte Sivalingam Siretharan, dies gelte auch für alle anderen Behörden. Rund 100 Asylbewerber gebe es derzeit in der Wesermarsch, erklärte er.

Um in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit mehr Kontinuität zu haben, sei eine institutionelle Förderung hilfreich, sagte Siretharan. „Wir werden Ihre gute Arbeit weiter unterstützen, so weit wir es können“, nahm Ina Korter diese Anregung auf.

Filiz Polat kritisierte die geplante Neuregelung beim Bleiberecht. Danach dürften jugendliche Asylbewerber nur bleiben, wenn sie „gut inte-griert“ seien. Dies ginge aber nicht, wenn sie nach geltender Regelung an vielen Angeboten – etwa Vereinsmitgliedschaften – nicht teilnehmen dürften. Zudem dürfe es nicht vom (guten) Zeugnis abhängen, ob ein Jugendlicher hier bleiben dürfe oder nicht. Damit würden Lehrer zu „Erfüllgehilfen der Ausländerbehörde“, sagte Polat.

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Torsten Wewer

Elsfleth
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„Wir werden sie weiter unterstützen“
Rund 100 Asylbewerber gibt es derzeit in der Wesermarsch. Um ihnen adäquat helfen zu können, wäre eine kontinuierliche finanzielle Förderung des Refugiums wichtig.
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10.06.2011
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