NWZonline {{SHARING.setTitle("„Einzelfälle schaden allen Migranten“")}}

Integration:
„Einzelfälle schaden allen Migranten“

BRAKE Hitzig werden zur Zeit die Themen Integration und Migration debattiert. Die so genannte Deutschenfeindlichkeit arabischstämmiger Schüler in Berliner Kiezen sorgt bundesweit für Schlagzeilen und einseitige Sichtweisen. Dennoch: Sivalingam Sireetharan, genannt Sri, und Babs Jung vom Refugium Wesermarsch sehen das Ganze relativ positiv: „Es ist gut, dass es diese Debatte jetzt gibt. Man muss Probleme ansprechen können – in beide Richtungen“, findet Gründungsmitglied Babs Jung. „Meistens wird aber nur über die Probleme geredet. Es müssen auch Lösungsvorschläge gefunden werden“, wendet Vorstandsvorsitzender Sri ein.

„Man muss differenzieren“

Ein weiteres Problem der aktuellen Debatte sei, dass alle in einen Topf geworfen werden. „Man muss differenzieren: Die vielen vorbildhaft integrierten Migranten gehen in der Diskussion unter“, beschreibt er. „Die problematischen Einzelfälle hingegen stehen im Vordergrund und schaden allen anderen Migranten.“

Einen kleinen Erfolg könne die Debatte schon feiern: Wegen des Fachkräftemangels streben Bund und Länder nun an, ausländische Zeugnisse und Abschlüsse zukünftig einfacher anzuerkennen. Babs Jung erklärt die bisherige Situation: „Ärztinnen, die ihren Doktor zum Beispiel im Iran erworben haben, dürfen in Deutschland noch nicht mal als Krankenschwester arbeiten, sondern werden höchstens als Putzfrau im Krankenhaus angestellt. Wenn die Diskussion dazu führt, dass sich das ändert, ist das toll.“

Akademiker gehören jedoch selten zum Klientel des Refugiums. Vor allem sozial schwache Migranten suchen hier Zuflucht. Mit einem vielseitigen Angebot an Beratungen, Sprachkursen und Projekten versuchen die 35 Mitarbeiter des Refugiums ihnen den Weg zur Integration zu erleichtern. „Die meisten Migranten erreichen wir sehr gut“, berichtet Babs Jung. Damit sie sich hier erfolgreich einleben, sei vor allem wichtig, dass sich keine „Ghettos“ bilden.

„Das ist in Brake nicht so ausgeprägt wie zum Beispiel in Nordenham oder gar Berlin“, stellt sie fest. Auf mindestens 20 unterschiedliche Nationen kommt Sri, wenn er die Teilnehmer der Refugiums-Kurse durchgeht.

Projekte zahlen sich aus

Dabei sind Migranten aus dem arabischen Raum genauso vertreten wie aus Südostasien, Afrika, den ehemaligen Ostblockstaaten oder Lateinamerika. „Dass wir trotzdem nicht alle erreichen, ist klar,“ gibt Babs Jung zu.

Nachdem sie lange Zeit auf eine Aufenthaltsgenehmigung warten mussten, seien einige integrationsmüde geworden. „Doch diese Probleme sind Einzelfälle.“ Generell zahlen sich Integrationsprojekte jedoch aus, das möchte Sri unterstreichen: „Ein schlecht integrierter Jugendlicher kostet die Gesellschaft letztlich viel mehr als seine Integration gekostet hätte.“

Bissel/Beverbruch
Bild zur News: Vier Verletzte bei Unfall nahe Beverbruch

Ein Mann In Lebensgefahr
Vier Verletzte bei Unfall nahe Beverbruch

Beim Überholen hatte der Fahrer eines Kombis einen entgegenkommenden Kastenwagen übersehen, beide Wagen stießen frontal zusammen. Die Garreler Straße musste für die Bergungsarbeiten voll gesperrt werden.

Oldenburg
Bild zur News: „Was übrig bleibt, ist ein Taschengeld“

Erzieherinnen In Finanznot
„Was übrig bleibt, ist ein Taschengeld“

Ab 2017 gelten auch in Oldenburg neue Förderrichtlinien in der Kindertagespflege – verbessern wird sich wenig. Selbstständige Erzieherinnen leben oft am Existenzminimum.

Bremen
Bild zur News: Folgt der nächste Akt im Torwarttheater?

Werder Bremen
Folgt der nächste Akt im Torwarttheater?

Zwischen den Pfosten des Bremer Tores ist die einzige Konstante die Inkonstanz. Eines haben beide Keeper gemeinsam: Sie kassieren zu viele Gegentore.

Wilhelmshaven
Bild zur News: Mehrere Schüler durch  Reizgas verletzt

Feuerwehreinsatz In Wilhelmshaven
Mehrere Schüler durch Reizgas verletzt

Das Gas war aus seiner zu Boden gefallenen Spraydose entwichen. 30 Schüler der IGS wurden vor Ort behandelt, sieben zur Beobachtung ins Klinikum gebracht.

Oldenburg
Bild zur News: Leute, wo ist denn euer Mitgefühl geblieben?

Kommentar Missbrauch Einer 18-Jährigen
Leute, wo ist denn euer Mitgefühl geblieben?

Der sexuelle Missbrauch einer jungen Frau in Oldenburg hat hohe Wellen geschlagen. Statt mit dem Opfer mitzufühlen, reagieren viele Facebook-Nutzer mit Hohn und Spott. NWZ-Redakteurin Inga Wolter findet das „herzlos und einfach nur stumpf“.

Cuxhaven
Bild zur News: Durchsuchungen in Cuxhavener Taxibetrieben

Verdacht Auf Schwarzarbeit
Durchsuchungen in Cuxhavener Taxibetrieben

58 Objekte nahmen Staatsanwaltschaft, Zoll und Polizei unter die Lupe. Dabei fanden sie erheblichen Mengen Bargeld – und noch Einiges mehr.

Oldenburg
Bild zur News: Oldenburger Studentin rettet Flüchtlinge im Mittelmeer

Mutiger Einsatz
Oldenburger Studentin rettet Flüchtlinge im Mittelmeer

Der Verein „Jugend rettet“ sucht mit einem eigenen Schiff im Mittelmeer nach Flüchtlingen. Mit an Bord war die Oldenburger Medizinstudentin Sabeth Becker. Dabei kam die 24-jährige im Angesicht menschlichen Leids an ihre Grenzen.

Delmenhorst
Bild zur News: Drei Hundewelpen aus Garten gestohlen

Tierdieb In Delmenhorst
Drei Hundewelpen aus Garten gestohlen

Wie dreist ist das denn: Eine Hausbewohnerin hörte verdächtige Geräusche im Garten – da waren die drei Jack-Russel-Welpen schon weg. Die Polizei sucht nun Hinweise.

Oldenburg
Bild zur News: Hier bestimmen Radler die Ampelphasen   selbst

Innovation In Oldenburg
Hier bestimmen Radler die Ampelphasen selbst

Wärmebildkameras verkürzen Stehzeit nach Bedarf – je mehr Radler, desto länger die Grünphase. So kann besser auf die Schüler-Massen morgens und mittags reagiert werden. Das kam auch bei einer Jury gut an.