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Verein Warnt Vor Illegalem Welpenhandel:
Kleiner „Snow“ musste viel zu früh von der Mutter weg

Nordenham/Butjadingen Dem kleinen Snow geht’s schon etwas besser. Am vergangenen Freitag sah das noch ganz anders aus. Er hatte schlimmen Durchfall, war völlig geschwächt. „Wir wussten nicht, ob er überlebt“, sagt Jessica Petko. Würmer und Darmparasiten, so genannte Giardien, haben ihm mächtig zugesetzt. Gerade einmal 1400 Gramm wog der kleine Kerl am Freitag. Am Dienstag waren es 1750 Gramm. Ein gutes Zeichen. Ob er schon über dem Berg ist, weiß Jessica Petko nicht. Aber sie hat große Hoffnung.

Von der Mutter getrennt

Jessica Petko hat den Golden-Retriever-Welpen bei sich zu Hause aufgenommen. Die Leiterin des Nordenhamer Tierheims, die zugleich stellvertretende Vorsitzende des Tiersuchdienstes ist, schätzt, dass er fünf bis sechs Wochen alt ist. Viel zu jung, um von der Mutter getrennt zu leben. Vor anderthalb Wochen wurde der Welpe dem Tiersuchdienst als Fundhund gemeldet. Angeblich wurde er in Burhave an der Strandallee gefunden, in einer Transportbox, mitten im Schnee.

Der Vorsitzenden des Tiersuchdienstes, Heidi Huth-Hinrichs, und Jessica Petko kam die Sache spanisch vor. Sie hatten den Verdacht, dass der Welpe den Menschen gehört, die ihn als Fundhund gemeldet hatten. Dieser Verdacht hat sich nach Einschätzung von Heidi Huth-Hinrichs erhärtet, nachdem der Verein auf seiner Facebook-Seite Hinweise bekommen und mit Nordenhamer Tierärzten Kontakt aufgenommen hatte. „Wir haben außerdem Hinweise, dass der Welpe auf einem Markt in Polen gekauft wurde“, sagt Heidi Huth-Hinrichs. „Snow hat keine Papiere, keinen Impfschutz gegen Tollwut und keinen Mikrochip.“

Der Tiersuchdienst nimmt den Fall zum Anlass, um vor illegalem Handel mit Hundewelpen zu warnen. „Oft werden solche Tiere schon im Alter von zwei Wochen ihrer Mutter entrissen“, sagt Silvia Kerney, die ebenfalls dem Vereinsvorstand angehört. Dabei ist dies frühestens nach acht Wochen erlaubt. Für die Welpen hat die frühe Trennung von der Mutter meistens fatale Folgen. „Ihnen fehlt die Muttermilch. Sie können nicht genügend Abwehrkräfte entwickeln. Außerdem werden sie nicht ausreichend sozialisiert“, sagt Silvia Kerney. Die Händler machten sich den Niedlichkeitsfaktor der Welpen zunutze. Der ist im Alter von zwei Wochen natürlich besonders hoch. „Außerdem treten Krankheiten meistens erst etwas später auf, wenn die Welpen bereits verkauft sind.“ Die Muttertiere würden meist unter erbärmlichen Umständen als Gebärmaschinen gehalten.

Zu Spottpreisen

Die Welpen werden oftmals zu Spottpreisen angeboten. Silvia Kerney empfiehlt Tierfreunden, die einen Hundewelpen kaufen möchten, sich auf jeden Fall das Muttertier zeigen zu lassen. Außerdem sollten die Tiere beim Kauf einen Impfausweis und einen Heimtierausweis haben.

Snow hat all dies nicht – noch nicht. Aber wenigstens hat der Rüde jetzt ein Frauchen auf Zeit, das sich liebevoll und kompetent um ihn kümmert. „Alle zwei Stunden muss der Hund gefüttert werden“, erzählt Jessica Petko, „auch in der Nacht.“ Er bekommt besonders kalorienreiche Nahrung. Wegen des Giardien-Befalls muss Jessica Petko den Welpen von ihrem eigenen Hund trennen. Die Darmparasiten können sich auf andere Tiere und auch auf Menschen übertragen. Jessica Petko hofft, dass Snow bei seiner nächsten Untersuchung frei von Giardien ist.

Die junge Frau will den Welpen aufpäppeln, bis er gesund ist und vermittelt werden kann. Ernsthafte Interessenten gebe es schon. Die Kosten für die Pflege von Snow trägt der Tiersuchdienst, weil der Welpe nicht als Fundhund gilt.


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