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Bleihütte:
Weser-Metall auf Expansionskurs

Friedrich-August-Hütte Die traditionsreiche Bleifabrik, die 1906 als Friedrich-August-Hütte den Betrieb aufnahm, hat in ihrer langen Geschichte schon viele Höhen und Tiefen erlebt. Jetzt stehen bei der Weser-Metall GmbH die Zeichen auf Expansion. Der Geschäftsführer Dr. Andreas Sieverdingbeck hat große Pläne mit dem Standort. Er will die Bleihütte erweitern und modernisieren, um die Effizienz zu verbessern und die Produktionsmengen kräftig nach oben zu schrauben. In einem ersten Schritt investiert das Unternehmen in diesem Jahr rund 2,5 Millionen Euro. Wenn alles nach Plan läuft und die Behörden grünes Licht geben, folgt bis 2016 ein Paket mit weiteren Investitionen, die sich auf 20 bis 30 Millionen Euro summieren.

Durch eine Optimierung der Herstellungsprozesse konnte Weser-Metall im vergangenen Jahr die Bleiproduktion von 121 000 auf 142 000 Tonnen erhöhen. Für das laufende Jahr rechnet der Geschäftsführer mit einer Steigerung auf gut 150 000 Tonnen. „Damit sind unsere Potenziale aber noch lange nicht ausgeschöpft“, sagt Andreas Sieverdingbeck.

Um den Standort zukunftsfähig zu machen, hat die Firmenleitung bei der Gewerbeaufsicht eine Betriebserweiterung beantragt. Weser-Metall möchte genehmigt bekommen, dass am Standort FAH künftig 260 000 Tonnen (bisher 200 000 Tonnen) Einsatzmaterialien im Jahr verarbeitet und bis zu 160 000 Tonnen Handelsblei hergestellt werden dürfen. Bei den Einsatzmaterialien handelt es sich um Bleierze, die per Schiff angeliefert werden, und um Recyclingstoffe aus ausrangierten Autobatterien.

Auflagen erteilt

Im Zuge des Antragsverfahrens für die Betriebserweiterung haben die Gewerbeaufseher angemahnt, dass die Bleihütte zusätzliche Sicherungsmaßnahmen beim Anlanden der Erze an der betriebseigenen Pier ergreift. Damit soll erreicht werden, dass möglichst wenig Verladematerial in die Weser gelangt. Die Bunkeranlage an der Pier muss erneuert, abgedichtet und mit einer Absauganlage ausgestattet werden.

Für einige Maßnahmen hat Weser-Metall eine Vorabgenehmigung bekommen, den endgültigen Abschluss des Antragsverfahrens erwartet der Technische Direktor Dr. Ulrich Kerney für Mitte Juli.

Kernstück der Betriebserweiterung ist der Bau einer neuen Halle für die Veredelung der Vormaterialien. Dort soll ein innovatives Vorbehandlungsverfahren, das Weser-Metall selbst entwickelt hat und patentieren lassen will, die Produktionsabläufe effizienter machen. Gleichzeitig bewirkt die neuartige Veredelung eine Verringerung der Emissionen und des Energieverbrauchs. Zudem wird damit die technische Grundlage für weitere Produktionssteigerungen geschaffen

Um Platz für die neue Veredelungshalle zu bekommen, musste ein altes Gebäude weichen. Die Inbetriebnahme soll laut Ulrich Kerney „so schnell wie möglich“ erfolgen. Etwa zehn zusätzliche Mitarbeiter will Weser-Metall dafür einstellen.

Geschäftsführer Andreas Sieverdingbeck hat schon die nächsten Projekte im Blick. Sein Ziel ist eine Jahresproduktion von 240 000 Tonnen. Diese Marge will er durch weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung erreichen. Dazu gehören in erster Linie eine verbesserte Vormateriallogistik und die damit verbundene Errichtung von neuen Lagerhallen. Im Nebeneffekt führen diese Vorhaben zu einer Reduzierung der Staubfreisetzungen und somit zu einer Emissionsminderung.

340 bis 350 Mitarbeiter

Mit einer Produktionssteigerung auf 240 000 Tonnen wäre auch eine Aufstockung des Personals verbunden. „Mit 340 bis 350 Mitarbeitern könnten wir das schaffen“, sagt Andreas Sieverdingbeck. Zurzeit sind 270 Beschäftigte bei Weser-Metall tätig.

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