Wiefelsteder Haustierbesitzer:
Wo sind unsere Katzen?

Waltraud und Dieter Klöhn haben inseriert und Steckbriefe verteilt – vergeblich. 28 Katzen seien in der Umgebung in den vergangenen sechs Jahren verschwunden, hat der Wiefelsteder von Betroffenen erfahren.

Wiefelstede „Luna“ verschwand am 15. Oktober vergangenen Jahres, Tochter „Lilly“ am 10. Januar 2015. Die Katzen gehören Familie Klöhn in der Hamburger Straße 8 in Wiefelstede. Die Klöhns haben dann inseriert und am 24. Januar auch gut 60 Steckbriefe verteilt und eingesteckt – in der Hoffnung auf Hinweise, wo ihre Katzen geblieben sind. Gebracht hat das nichts. Auch eine ausgelobte Belohnung von 1000 Euro für Hinweise, die helfen, die Katzen wiederzufinden, hat bislang nicht geholfen. Dieter Klöhn ist wütend – und traurig, denn er und Ehefrau Waltraud vermissen ihre Katzen.

Als er die hohe Belohnung per Inserat am 3. Februar auslobte, da bat er auch um Hinweise von Menschen, die ebenfalls „Katzenverluste“ erlitten hatten. Ergebnis: „28 verschwundene Katzen in den vergangenen sechs Jahren“, rechnet der Wiefelsteder vor. Schwerpunkt war dabei der Norden und der Südosten Wiefelstedes, hat Klöhn festgestellt. Und er geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl nicht wiederaufgetauchter Katzen höher ist, denn: „Nicht alle Menschen lesen die Inserate.“

Schon das Inserat vom 21. Oktober 2014, aufgegeben nach dem Verschwinden „Lunas“, zeigt die Emotionen, die Dieter und Waltraud Klöhn nach dem Verschwinden ihres Lieblings überkamen. „Gesucht: Schwarz-braune weibliche Katze, die entlaufen, oder überfahren, gefangen, vergiftet, erschossen oder erschlagen worden ist“: Bei der Frage, was wohl mit ihren Katzen geschehen ist, verweist Dieter Klöhn auch auf die nächtliche Beobachtung eines weißen Kastenwagens in der Nachbarschaft durch mehrere Personen. Und auch eine Lebendfalle mit einer verletzten Katze darin sei Anfang des Jahres in der weiteren Nachbarschaft auf einem Grundstück gefunden worden, dessen Eigentümer nicht zu Hause waren, sagt Dieter Klöhn: Nachbarn hatten das Klagen des Tieres gehört. Die Katze wurde zum Arzt gebracht. Als Nachbarn die Falle später sicherstellen wollten, da war sie verschwunden.

Ende 2014 sei aus der Nachbarschaft auch Anzeige bei der Polizei in Oldenburg wegen des Verschwindens einiger Katzen erstattet worden, weiß Dieter Klöhn. Nun hoffen er und seine Frau, dass eine nochmalige Erhöhung der Belohnung für wirklich sachdienliche Hinweise, die eventuell auch das Verschwinden so vieler Katzen erklären, den gewünschten Erfolg bringt. „Die Menschen hier vermissen ihre Katzen“, macht er deutlich: „Da sind in vielen Gesprächen auch Tränen geflossen.“

Dieter und Waltraud Klöhn sind für weitere Informationen erreichbar unter Telefon   04402/6754.

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  juergen.reins 18.02.2015, 14:59:55
Ich stimme PeterZeh voll und ganz zu. Ich kenne kein einziges Haustier, das so wie Katzen "Freigang"hat. Sonst würden sich wohl auch Hunde- oder Pferdehalter usw darüber wundern, das ihr Haustier "verschwunden"ist.
  PeterZeh 18.02.2015, 09:30:30
Ach ja, genau diese Reaktionen habe ich erwartet. Welche Mitmenschen sind wohl schwerer zu ertragen? Diese Engstirnigen, egoistischen, agressiven oder vielleicht doch ich, der niemanden - auch nicht indirekt durch Haustiere außerhalb des eigenen Grundstücks - belästigt? Den anderen sei noch gesagt, wenn sie nicht über die nötigen Voraussetzungen in Form von Grund und Boden verfügen, halten Sie keine Haustiere, die entsprechende Flächen benötigen. Das ist sowieso Tierquälerei. Persönlich halte ich z.B. keinen Hund, weil mir eine angemessene Beschäftigung mit dem Tier zeitlich nicht möglich ist. Also verzichte ich, bevor das unter meinem persönlichen Wunsch leidet.
Zu Katzenhilfe: Ihre Behauptung ist selbsterständlich absolut richtig und wir Menschen könnten und sollten vieles anders machen. Aber der Vergleich Mensch mit (Haus-) Katze ist m.E. so denn doch nicht zulässig.
  Schummeldaum 17.02.2015, 11:49:49
PeterZehziehen Sie in ein Block 2qm Balkon schön gezüchtete Blumen auf dem Balkon.Gegen sämtliches Getier in der Umwelt können Sie ja ein Netz spannen.nur wie kann man sich gegen Leute wie sie schützen?
  Katzenhilfe 17.02.2015, 10:21:34
PeterZeh, als großer Naturfreund ist Ihr Garten sicherlich naturnah gestaltet, mit Wasser, heimischen Pflanzen, Hecken, Obstgehölzen. Falls nicht: Der Mensch verursacht durch falsche Gestaltung der Natur in Wohngebieten sowie die Flächenversiegelung durch Gebäude, Stellflächen etc., Autoverkehr usw. deutlich (!) mehr Schäden in der Fauna als freilaufende Hauskatzen.
  PeterZeh 17.02.2015, 10:13:32
Dann sorgen Sie als Tierbesitzer dafür, daß Ihre Tiere auf Ihrem Grundstück bleiben (wie, interessiert mich nicht) und nicht anderer Leute Grundstücke vollsch..., den Straßenverkehr gefährden oder in freier Natur Vogelküken und andere (Jung-)Tiere jagen und töten.
Wenn Sie das beachten, werden Ihre Katzen auch nicht mehr verschwinden. Selbst die (ominösen) Tierfänger werden kaum ein bewohntes fremdes Grundstück betreten.
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