„Zwei Hosen übereinander“
Hoch „Cooper“ bringt in dieser Woche sibirische Kälte nach Norddeutschland. Auch NWZ -Zustellerin Waltraud Kucak (67) aus Ganderkesee muss sich warm anziehen.
FRAGE: Kommen Sie mit Schal und Handschuhen noch aus – oder müssen Sie sich in diesen Tagen stärker wappnen?
KUCAK: Auf jeden Fall. Wenn ich morgens losfahre, trage ich zwei Hosen und zwei Mützen übereinander. Dazu ziehe ich ganz dicke Stiefel an und neben den normalen Handschuhen habe ich auch noch welche am Fahrradlenker. So kann ich die Kälte ganz gut aushalten.
FRAGE: Aber Sie haben auch schon härtere Winter erlebt, oder?
KUCAK: Das stimmt. Seit 23 Jahren fahre ich jeden Morgen die Zeitung aus. In diesem Jahr habe ich noch nicht einmal meine Winterreifen am Rad.
FRAGE: Sie haben Winterreifen fürs Fahrrad?
KUCAK: Ja, mit Spikes dran. Im letzten Winter mit dem vielen Eis und Schnee ging es gar nicht ohne. Dieses Jahr habe ich sie aber noch nicht gebraucht.
FRAGE: Wenn Sie morgens anfangen, ist vermutlich noch nicht gestreut . . .
KUCAK: Nein. Ich bin immer so gegen 2.30 Uhr an der Ablagestelle. Ich verteile 120 Zeitungen, dafür brauche ich etwa zweieinhalb Stunden. Der Winterdienst fängt meistens erst gegen 5 Uhr an.
FRAGE: Sind Sie denn schon einmal gestürzt?
KUCAK: Bis jetzt ist alles gut gegangen. Ich hoffe, das bleibt so.
FRAGE: Wie lange wollen Sie noch weitermachen?
KUCAK: So lange die Gesundheit es noch zulässt. Die 25 Jahre möchte ich aber auf jeden Fall vollmachen.
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