Ellern-Enten trotzen fiesem Frost
Natur Kälte kann Tieren nichts anhaben – Nahrungssuche kein Problem
Wintersonne am Ellernteich: Die Bibber-Kälte kann den Enten nichts anhaben, sagen Experten. Nahrung fänden die Tiere auch bei diesen Temperaturen noch ausreichend. BILD: Frank Jacob 
von Frank Jacob
Rastede - Ente tiefgefroren gibt’s normalerweise nur im Supermarkt. Da es sich zurzeit draußen aber wie im Gefrierschrank anfühlt, trifft die Bibber-Kälte auch die Enten am Ellernteich.
Ein Problem ist das aber nicht: „Das sind Wildtiere. Die Kälte, die gerade bei uns herrscht, können sie gut ab“, sagt Tierärztin Dr. Ute Uhlhorn-Dierks aus Rastede.
Futtersuche trotz Frost: Da seien die Tiere findig. „Sie entdecken auch bei diesen Temperaturen noch Fressbares, selbst wenn der Teich zugefroren ist“, sagt die Tierärztin.
Besorgte Bürger hatten sich bei der NWZ gemeldet und fürchteten, die Enten müssten jetzt hungern. Doch da kann die Expertin Entwarnung geben: „Wenn sie hier nichts mehr zu fressen finden, fliegen sie dorthin, wo es etwas gibt.“
Die Tierärztin rät dringend davon ab, die Enten zu füttern. „Es wäre falsch, Futter zu verstreuen. Wenn die Tiere Vergammeltes oder Festgefrorenes fressen, führt das nur zu Magen-Darm-Problemen“, so Ute Uhlhorn-Dierks.
Ein Schild am Ellernteich untersagt das Füttern der Tiere ohnehin.
„So lange die Enten offenes Wasser haben, finden sie auch Nahrung“, weiß Herbert Dierks, Vorsitzender des Geflügelzüchtervereins Rastede. Am Ufer der kleinen Insel, unter einem ausladenden Baum, treiben die Tiere tatsächlich gemütlich auf dem Wasser, sitzen oder tapsen übers Eis und genießen offenbar die Wintersonne.
Solche kleinen eisfreien Stellen gibt es am Ellernteich meistens. Auch weil es ein fließendes Gewässer ist. „In den vergangenen Jahren ist der Teich nie komplett zugefroren“, sagt Rastedes Pressesprecher Ralf Kobbe.
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