Gesamtes Meer von Eis bedeckt
Winter DLRG und Gemeinde warnen vor dem Betreten – Keine offizielle Freigabe
Komplett zugefroren, aber das Eis ist noch nicht dick genug. Aus den oberen Stockwerken des Reha-Zentrums bietet sich ein guter Blick auf das Zwischenahner Meer.. BILD: BTG 
von Markus Minten
Bad Zwischenahn - Auch wenn der Anblick verführerisch ist: Gemeinde und Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) warnen dringend vor dem Betreten der Eisdecke auf dem Zwischenahner Meer. „Noch Dienstag war Dreiviertel des Sees offen“, gibt DLRG-Vorsitzender Ralf Zimmermann zu bedenken. Und auch der Leiter des Bürgerservices der Gemeindeverwaltung, Timo Tapken, betont, dass die Frostperiode längst nicht ausreicht.
Die Gemeinde wird, wie seit mehreren Jahren bereits, auch bei einer genügend dicken Eisschicht den See nicht freigeben. Als Faustregel gelten bei der DLRG mindestens 15 Zentimeter Eis, betont Zimmermann. Und die gebe es derzeit noch nicht. Besondere Gefahr lauere an den Zu- und Abflüssen und dort, wo sich Vögel sammeln: „Dort ist das Meer noch offen.“ Aber selbst wenn man diese Stellen meide, bestehe derzeit noch höchste Lebensgefahr.
Der Bauhof hat deshalb Schilder aufgestellt, auf denen vor dem Betreten des Eises gewarnt wird. Tapken: „Wir hoffen, dass sich die Menschen daran halten.“ Auch Rettungsmaterial wie Leitern und Rettungsringe, mit denen ins Eis Eingebrochenen geholfen werden kann, wurden rund um den See verteilt. Die DLRG wird am Wochenende die Eisrettung üben. Eine Eiswache sei derzeit noch nicht eingerichtet, so Zimmermann. Die Retter, die im Notfall mit dem Luftkissenboot zu Einsätzen auf dem Eis ausrücken, sind über die Notrufnummern 110 und 112 aber rund um die Uhr erreichbar.
Die DLRG empfiehlt, besonders auch Kinder rechtzeitig über die Gefahren des Eises aufzuklären und Nachbarn und Bekannten mit Migrationshintergrund auf die Tücken des Eises aufmerksam.
Den Betrieb eingestellt hat auch die „Weiße Flotte“: „Sobald der See gefroren ist, fahren wir nicht mehr, um die Winterruhe der Natur nicht zu stören“, erklärt Anja Lid, Geschäftsführerin der Reederei Herbert Ekkenga.
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