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Kurssturz:
China schockiert Weltbörsen

Frankfurt/Peking Die Kurseinbrüche an Chinas Börsen greifen auf die weltweiten Finanzmärkte über. In Frankfurt knickte am Donnerstag der Dax ein, in Japan der Nikkei, und auch die Wall Street startete tiefer. Die Anleger flüchteten in vermeintlich sichere Anlageformen wie Gold.

Der deutsche Leitindex Dax fiel schon am Morgen deutlich unter die Marke von 10 000 Punkten und stand zum Handelsschluss mit 2,29 Prozent im Minus bei 9979,85 Punkten. Zwischenzeitlich war er gar um annähernd vier Prozent gefallen. Selbst die am späten Vormittag veröffentlichten sehr freundlichen Konjunkturdaten aus der Eurozone konnten die Stimmung nicht nachhaltig heben.

Der bekannte Hedgefonds-Manager George Soros fühlte sich bereits an die Anfänge der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 erinnert. „Ich würde sagen, das wächst sich zu einer Krise aus“, sagte er. „Wenn ich mir die Finanzmärkte anschaue, dann gibt es dort ernste Probleme. Das erinnert mich an die Krise, die wir 2008 hatten.“

Konkreter Auslöser des erneuten Börsendramas in China war eine neuerliche Abwertung der Landeswährung Yuan (Renminbi) durch die chinesische Notenbank. Der Schritt könnte auf eine noch größere Schwäche der chinesischen Wirtschaft hindeuten, als aus offiziellen Statistiken hervorgehe, sagte Analyst Angus Nicholson vom Broker IG.

Der Börsenhandel in China selbst wurde bereits nach kurzer Zeit wegen zu hoher Verluste zunächst ausgesetzt und dann ganz beendet für den restlichen Tag. Damit griff bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ein neuer Mechanismus, nach dem der Handel bei Verlusten von mehr als sieben Prozent beendet wird.

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