Wettbewerb:
Eigene Seminarreihe bringt Azubis voran

Meyer Technik               in Ganderkesee mit speziellem Modulsystem –                PIA-Bewerbung

Auch Ausbilder werden systematisch weitergebildet. Schwerpunkt: Umgang mit Jugendlichen.

Ganderkesee Auch die Meyer Technik Unternehmensgruppe aus Ganderkesee (Kreis Oldenburg) bewirbt sich um den Preis für Innovative Ausbildung (PIA) der NWZ . Mit dem Preis werden Unternehmen oder Institutionen aus dem Oldenburger Land gewürdigt, die in der Ausbildung mehr tun als üblich.

Bei der Meyer Technik Unternehmensgruppe, die an fünf Standorten insgesamt 175 Mitarbeiter und 21 Auszubildende hat, werden junge Leute in den Berufen Kauffrau/mann für Büromanagement, Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik, Elektroniker für Betriebstechnik sowie Metallbauer/in der Fachrichtung Konstruktionstechnik ausgebildet, schrieb Geschäftsführer Lukas Bäcker, der das Unternehmen mit dem Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter Harald Meyer leitet.

Konkret geht es in der Bewerbung um das Projekt „azubijump“. Mit dieser eigenen Seminarreihe für Auszubildende – parallel zur gesamten Lehrzeit – will das Unternehmen „den Einstieg erleichtern, die Auszubildenden begleiten, Konflikte vermeiden, Verständnis fördern und die Qualität steigern“, heißt es in der PIA-Bewerbung. Das Ganze ist umfassender angelegt als anderswo: Für Fachkräfte, die ausbilden, schließt sich eine weitere Seminarreihe („Qualifizierte Gesellinnen und Gesellen“) an.

Darin sieht man bei Meyer einen besonderen Wert. „Nicht nur im Arbeits- und Kommunikationsverhalten, auch im Werteverständnis sind die Ansichten von jungen Auszubildenden und erfahrenen ausbildenden Fachkräften teils deutlich verschieden. Wir sind der Ansicht, dass eine Annäherung von beiden Seiten geschehen muss. Denn die Wahrheit liegt in der Mitte“, heißt es in der Erläuterung. „Deswegen schulen wir nicht nur unsere Auszubildenden, sondern auch unsere ausbildenden Fachkräfte.“

Dieser Ansatz „wirkt“, freut man sich bei Meyer Technik. Dies zeige sich einerseits bei den positiven Schulungsbewertungen von beiden Seiten. Konkret zeigten sich zudem eine „verbesserte Kommunikation, der wertschätzende Umgang miteinander und das positive Klima“. Auch sei die Umsetzung des Projektes mit den beiden „innovativen, günstigen und vor allem fachlich hochwertigen Seminaren ganz leicht“, so Lukas Bäcker.

Konkrete Inhalte der Seminarreihe bei „azubijump“: Modul 1 (Beginn erstes Lehrjahr): Verhaltensgrundsätze – der erste Eindruck zählt; Modul 2 (Beginn zweites Lehrjahr): Wertevermittlung – Umgang mit Kunden und Kollegen; Modul 3 (Ende zweites Lehrjahr): Verantwortung – Arbeit im Team; Modul 4 (drei Monate vor Abschlussprüfung): Der erfolgreiche Abschluss – Reflexion, Ausblick und Prüfungsvorbereitung.

Bei den qualifizierten Gesellen geht es (hier bei der Kammer) um zwei Schulungstage im Abstand von vier Wochen. Hauptinhalt sei der „Umgang mit Jugendlichen“, mit Aspekten wie Umgang mit Konflikten, Motivation und Beurteilen. Ziel sind praxisnahe Anregungen für den täglichen Umgang mit Auszubildenden, erklärt Lukas Bäcker.

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21.08.2015
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