Urteil:
Haft für Zertifikatehandel

Kritik an Deutscher Bank

FRANKFURT Mit Haftstrafen für die sechs Angeklagten von bis zu drei Jahren hat das Landgericht Frankfurt einen ersten Prozess um den millionenschweren Umsatzsteuerbetrug beim Handel mit Umwelt-Zertifikaten beendet. In seinem Urteil äußerte der Richter Martin Bach deutliche Kritik an der Deutschen Bank, über die der Handel ins europäische Ausland gelaufen war.

Vier der sechs Geschäftsleute hatten Geständnisse abgelegt, dass sie mit dem CO-Zertifikatehandel ein sogenanntes Umsatzsteuerkarussell mit Firmen über mehrere europäische Grenzen hinweg gestartet hatten. Dabei werden die Waren von einer schnell wieder aufgelösten Scheinfirma über eine Kette weiterverkauft, um sich illegal die Mehrwertsteuererstattungen zu sichern. Die Geschäfte liefen stets über die Deutsche Bank. Der Steuerschaden beträgt 300 Millionen Euro.

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