E-Business Nordwest:
Kreative Online-Ideen aus der Region

Branchentreff in Oldenburg – Mobiles Geschäft immer wichtiger

Mit dem Kongress sollen Innovationen aus der Region bekannter werden. 100 Experten trafen sich.

Oldenburg Vorreiter im Bereich Online-Lebensmittelhandel, Software-Lösungen, die dabei helfen, das Papier- und E-Mail-Chaos im Büro zu verhindern, oder Mini-Onlinespiele, mit denen Unternehmen punkten können: Der Nordwesten hat in Sachen E-Business einiges zu bieten. „Ich bin total begeistert, was für tolle Ideen und Innovationen es hier in der Region gibt – aber leider kennt sie kaum einer“, sagt Thorsten Brendel.

Mit dem E-Business-Kongress Nordwest, der am Freitag mit rund 100 Gästen zum vierten Mal in Oldenburg stattfand, will Brendel, Organisator des Fachforums, hier Abhilfe schaffen. Mit dem Kongress sollen die Ideen aus der Region bekannter werden, das Netzwerken vorangetrieben und neue Entwicklungen im Bereich E-Business aufgezeigt werden, sagt Brendel.

Dass der Digitalisierungstrend nicht aufzuhalten sein wird, davon ist Prof. Dr. von Schnakenburg von der Jade-Hochschule überzeugt. „Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden“, sagte der Experte für Marketing und Handelsbetriebslehre. Der Online-Umsatz und die Online-Marktanteile würden in den kommenden Jahren weiter kräftig zunehmen.

Zwei Drittel der 18- bis 30-Jährigen seien heute quasi „immer“ online. Auf diese Generation von „Smart Natives“, die mit Smartphones und Internet aufgewachsen seien, müsse man sich einstellen, so von Schnakenburg.

Der Wissenschaftler zeigte sich überzeugt davon, dass das Mobiltelefon künftig eine noch größere Rolle spielen werde. Darauf müsse sich der Handel einstellen. „Mobile Marketing“, etwa über soziale Netzwerke, lokale Apps und mobiles Couponing werde zum „Frequenzbringer im stationären Geschäft“, sagte von Schnakenburg. Dem „SoLoMo-Marketing“, also dem Zusammenwirken und Zusammenwachsen der Schlagwörter „Social“, „Local“ und „Mobile“ werde eine entscheidende Bedeutung zukommen.

Zu den Vorreitern in Sachen E-Commerce gehört das Handelsunternehmen Bünting. Mit „myTime.de“ waren die Leeraner 2012 als erster stationärer Händler mit dem gesamten Lebensmittel-Sortiment im Internet vertreten. „Das Geschäft wächst rasant“, sagt Jürgen Vieler, ehemaliger Geschäftsführer Bünting E-Commerce. Die Bestellungen kämen vor allem aus Ballungszentren, wie Berlin, Hamburg oder Köln, sowie dem ländlichen Raum und den Inseln.

Vieler zeigte sich überzeugt, dass es noch viel Potenzial im Online-Lebensmittelgeschäft gibt „Die Einkaufsgewohnheiten verändern sich“, sagte er. Zudem spiele dem Online-Geschäft das „Megathema“ demografischer Wandel in die Karten.

Großes Potenzial in E-Business-Lösungen sahen auch andere Referenten. So präsentierte Matthias Dose, Projektmanager der Nordwest-Zeitung, das Einkaufsportal „Simply local“, das die Vorzüge des stationären Handels vor Ort und Möglichkeiten des Online-Geschäfts miteinander verbindet.

Hendrik Rump von Quantumfrog (Oldenburg) zeigte auf, wie Unternehmen sogenannte Incentive Games, kleine Spiele für Web, Facebook oder Smartphone gewinnbringend einsetzen können.

Und Jens Büscher von Amagno (Oldenburg) präsentierte ein Dokumentenmanagement-System, mit dem nach seinen Angaben alle Dateien, Dokumente und E-Mails eines Unternehmens innerhalb weniger Sekunden aufgefunden werden können.

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Jörg Schürmeyer

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Kreative Online-Ideen aus der Region
Mit dem Kongress sollen Innovationen aus der Region bekannter werden. 100 Experten trafen sich.
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