Bilanz -
LzO-Kunden investieren in Sachwerte

Landessparkasse mit 2012 zufrieden – Starkes Wachstum bei Immobilien und Bausparverträgen

Die Kredite wuchsen weiter, Einlagen nahmen ab. Geld fließt auch in Konsum und Tilgungen.

Oldenburg Das historisch niedrige Zinsniveau veranlasst viele Haushalte, „vermehrt Sachwerte zu erwerben oder sich langgehegte Konsumwünsche zu erfüllen“ – statt ihre Einlagen noch weiter aufzustocken. Mancher tilgt auch vorzeitig Kredite. Dies trug dazu bei, dass bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) das Kreditgeschäft 2012 langsamer wuchs als zuvor und die Einlagen leicht zurückgingen, wie Vorstandsvorsitzender Martin Grapentin erläuterte.

Unter dem Strich habe die Landessparkasse 2012 ein „zufrieden stellendes Ergebnis erzielt“, bilanzierte der LzO-Chef am Freitag. „In einem Jahr mit schwierigen Marktbedingungen konnten wir unseren Jahresüberschuss stabil halten und unsere Eigenkapitalbasis weiter stärken“, sagte er. Mit Blick auf die steigenden regulatorischen Anforderungen des Gesetzgebers sei dies „auch weiter das Gebot der Stunde“.

Die LzO baute ihr Kreditgeschäft um 0,6 Prozent auf 6,59 Milliarden Euro aus. Dabei wuchsen Kredite an Firmenkunden um rund zwei Prozent und an Privatpersonen um rund 0,6 Prozent, mit Schwerpunkt Wohnungsbau. Andere Segmente, wie die Beteiligung an überregionalen Konsortialkrediten, wurden reduziert.

Grapentin wies darauf hin, dass stets auch öffentliche Förderprogramme in Finanzierungsberatungen einbezogen würden. Allein 2012 hätten KfW, N-Bank und Landwirtschaftliche Rentenbank 1250 Darlehen über 190 Millionen Euro für LzO-Kunden neu zugesagt.

Die Einlagen von Kunden sanken um 2,3 Prozent auf 6,05 Milliarden Euro. Sehr kurze Einlageformen wurden bevorzugt. Angesichts der guten Börsenentwicklung seien auch in größerem Umfang Wertpapiere gekauft worden.

Einlagen und Kredite (je plus 30 Prozent) waren bei der LzO in den vergangenen zehn Jahren viel schneller gewachsen als bei den niedersächsischen Sparkassen insgesamt (17 und sechs Prozent). Um das enorme Wachstum abzufedern, seien die moderaten Kredit-Steigerungen „im Rahmen unserer geschäftlichen Planungen“, so Grapentin.

Sehr starke Zuwachsraten meldete die LzO unter anderem für die Bereiche Immobilienvermittlung (plus 22 Prozent auf 80,4 Millionen Euro) und Bausparverträge (9235 Verträge nach zuvor 8415).

Keinerlei Sorge bereitet die (nochmals ermäßigte) Risikovorsorge. Dies trug dazu bei, dass trotz eines leicht rückläufigen Zinsüberschusses von 187 Millionen Euro und stabilem Provisionsüberschuss (39,8 Mio.) ein unveränderter Überschuss von 20 Millionen Euro ausgewiesen wurde.

Die LzO betonte ihr Engagement für die Region. 928 Projekte wurden mit 4,4 Millionen Euro gefördert.

Sechs Filialen würden gerade ausgebaut. Besonders beachtet werde wegen der städtebaulichen Bedeutung Jever.

Bei den personalorientierten LzO-Projekten hob Grapentin die Leitung von Filialen (Rastede/Lohne) durch einige der 173 Auszubildenden für eine Woche hervor. Die LzO hat rund 1680 Mitarbeiter. 33 seien 2012 hinzugekommen. Ein Umfrage habe ergeben, dass die Mitarbeiter 1045 Ehrenämter ausüben.

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