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Nahrung:
Milchkontor stärkt Standort Strückhausen

Strückhausen Gute Nachrichten für den traditionsreichen Standort Strückhausen (Kreis Wesermarsch) des Molkerei-Riesen Deutsches Milchkontor (DMK): Das Unternehmen will dort bald Pläne für den Aufbau einer neuen Produktion für die besonders gefragte Babynahrung umsetzen. „Die einzelnen Maßnahmen werden nach Zustimmung der jeweiligen Gremien in den kommenden Monaten begonnen“, bestätigte Hermann Cordes, Pressesprecher des DMK in Bremen, auf Anfrage dieser Zeitung. Die Investitionen gingen „in Millionenhöhe“.

Die Entwicklung sei „sehr positiv zu bewerten“, sagte Matthias Brümmer, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG für Oldenburg/Ostfriesland. Schließlich habe es jahrelang große Sorgen um die Zukunft des Standortes und der Arbeitsplätze (zurzeit rund 110) gegeben. Jetzt sehe alles nach einer guten Perspektive für Strückhausen aus.

Wie berichtet, drohte für das Werk (früher „Botterbloom“) mehrfach die Gefahr einer Schließung. Früher wurde dort Eis produziert, heute Milchpulver.

Was bisher noch nicht bekannt war: Für die Beschäftigten wurde für die Bewältigung der Abbruch- beziehungsweise Neubauphase jetzt ein Interessenausgleich von Betriebsrat und NGG sowie Geschäftsführung ausgehandelt, wie Brümmer auf Nachfrage erläuterte. Das heißt: Durch die Produktionsunterbrechung soll keiner seinen Arbeitsplatz verlieren. Es sollen demnach Angebote an anderen Standorten gemacht werden, möglichst in der Nähe, erläuterte Brümmer. Zum Paket gehörten auch eventuelle Hilfen für Mobilität und Unterkunft oder befristete Freistellung.

Nach Informationen dieser Zeitung sollen die Beschäftigten im Werk an diesem Mittwoch informiert werden. Dann ist eine Versammlung geplant. Den Informationen zufolge könnte etwa im Frühsommer mit dem Umbau begonnen werden. Der neue Produktionsstart werde etwa „Ende 2017“ anvisiert.

Mit Strückhausen schafft sich DMK ein zweites Werk (neben Herford) für Babynahrung bzw. Spezialprodukte. Damit werden gute Wachstumsraten und Renditen erzielt. Die bisherige Milchpulver-Produktion geht von Strückhausen nach Zeven.

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