Bahn
Bookholzberg : Abkürzung übers Gleis lebensgefährlich
Ratsfrau Zießler fordert Schutzwand statt Stacheldraht Bereich von spielenden Kindern genutzt
Ratsfrau Zießler fordert Schutzwand statt Stacheldraht Bereich von spielenden Kindern genutzt
BOOKHOLZBERG Ratsfrau Christel Zießler schüttelte den Kopf. Lebensgefährlich sei das, was sich da beim alten Bahnhofsgebäude in Bookholzberg (Ganderkesee, Kreis Oldenburg) hinter der alten Molkerei abspiele: Unbekannte haben hier den Stacheldraht direkt vor den Gleisen durchgekniffen, offenbar, um eine Abkürzung zum Bahnsteig zu schaffen über das viel befahrene Gleis der Linie Bremen-Oldenburg.
Bei einem Ortstermin berichtete Bahn-Anlieger Ernst-August Müller, dass der Stacheldraht an dieser Stelle alle paar Monate im Auftrag der Bahn geflickt werde, aber wenig später wieder zerschnitten sei. Die Züge kommen hier mit bis zu 160 km/h an, für diejenigen, die über die Gleise huschen, seien keine 50 Meter in Richtung Bremen einsehbar.
Die Gefahr, hier von einem Zug erfasst zu werden, sei groß, mahnte Zießler. Das mag ja hundert Mal gutgehen....
Allerdings müsse auch die Bahn handeln. Die Absicherung ist mit Stacheldraht nicht getan. Hier müsse eine feste Wand installiert werden. Da könne auch nicht gewartet werden, bis irgendwann einmal die angekündigte Lärmschutzwand errichtet wird. Die SPD-Ratsfrau verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass der Bereich am alten Bahnhofsgebäude von spielenden Kindern genutzt werde.
Für gefährlich halte sie im Übrigen auch die Situation im Bereich des Industriegebietes An der Bahn. Dort fehle es an jeglicher Absperrung zu den Bahngleisen hin.
Aus der Bahn-Pressestelle hieß es am Freitag dazu, man werde der DB Netz AG die genannten Stellen melden.Deren Mitarbeiter könnten sich dann die Bereiche ansehen.
Grundsätzlich gelte aber, dass die Bahn nicht alle ihre Gleise einzäunen könne, sagte eine Mitarbeiterin. Nach ihrer Ansicht ist fraglich, ob eine bessere Sicherung verhindert, dass dort Menschen über die Gleise gehen. Wer da rüber wolle, der finde immer auch einen Weg.
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Über den Autor
Karsten Kolloge
Redaktion Ganderkesee
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