Arbeitsmarkt:
Für 2014 werden deutlich mehr Einwanderer erwartet

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hofft auf Abhilfe beim Fachkräftemangel

Hannover Niedersachsen wird von 2014 an nach Ansicht von Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) ein bevorzugtes Ziel für arbeitssuchende Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien. Wegen der schlechten Arbeitsmarktsituation in den beiden Ländern und der Wirtschaftskrise in Italien und Spanien sei er überzeugt davon, dass Niedersachsen mit einem erheblichen Zuwachs rechnen müsse, sagte Lies.

Bislang ist das Land kein primäres Ziel von rumänischen und bulgarischen Beschäftigten. Die meisten arbeiten in Bayern (30,5 Prozent) und Baden-Württemberg (21,9 Prozent) – in Niedersachsen sind es 6,5 Prozent. Sie kommen häufig in der Landwirtschaft, in der Gastronomie oder in der Zeitarbeit unter.

Hintergrund für die erwartete Zunahme, die auch in einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung prognostiziert wird, ist die uneingeschränkte Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Bulgaren und Rumänen ab 2014. Die Studie geht davon aus, dass unterm Strich zwischen 100 000 und 180 000 zusätzliche Zuwanderer nach Deutschland kommen könnten.

Lies sieht in der möglichen Zunahme an Zuwanderern eine Chance, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Damit sich die Fachkräfte längerfristig in Deutschland niederließen, brauche es aber auch eine soziale Integration.

Leserkommentare

Kommentieren Sie diesen Artikel

Mehr zu ...

Ort des Geschehens

Weitere Artikel aus hannover
article
0d7e3256-0d81-11e3-aa2c-9d7a2f3d5716
Arbeitsmarkt
Für 2014 werden deutlich mehr Einwanderer erwartet
http://www.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/fuer-2014-werden-deutlich-mehr-einwanderer-erwartet_a_8,3,834641209.html
26.08.2013
http://www.nwzonline.de
Weser-Ems,Arbeitsmarkt
Weser-Ems

Wirtschaft

Geldsegen

US-Milliardäre verteilen Milliönchen in Deutschland

Tübingen/Seattle Für die Unternehmer Peanuts, für die Unternehmen eine Stange Geld: Nach Multi-Milliardär Warren Buffet steigt jetzt Bill Gates in ein deutsches Unternehmen ein – in einen Impfstoffhersteller. Mit 46 Millionen. Warum bloß?

Börse Aktuell

Bundestag Verabschiedet Gesetz Neue Privilegien für Elektroautos

BerlinUmweltfreundliche Elektroautos führen bisher ein Nischendasein in Deutschland. Deshalb ermöglicht der Bundestag neue Privilegien wie die Nutzung von Busspuren. Doch während die Opposition die Maßnahmen für nicht ausreichend hält, gehen sie vielen Kommunen schon zu weit.

nwzonline.de

Jobpatin Hilft Bei Berufswahl

Was soll ich bloß werden?

Oldenburg Oldenburgerin Sabine Großmann engagiert sich ehrenamtlich als Jobpatin. Dank ihrer Unterstützung weiß Schülerin Julia-Marie jetzt genau, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchte. In der Serie „Ehrensache“ stellen wir euch die beiden vor.

Eurovision Song Contest Wenn die Seele nicht kann

HannoverBuh-Rufe, eine verdutzte Barbara Schöneberger – und ein Sieger, der keiner sein will. NWZ-Redakteurin Nikola Nording war in Hannover dabei und erzählt im Video ihre Eindrücke von einem Vorentscheid, der in die Geschichte des ESC eingeht.