Behörden In Wilhelmshaven:
Gerücht über Flüchtlinge dementiert

Angeblich sollen Menschen mit Migrationshintergrund versucht haben, in einem Geschäft auf kosten der Stadt in großen Mengen einzukaufen. Polizei und Stadt bitten darum, solche Falschmeldungen nicht weiterzuverbreiten.

Wilhelmshaven Mit Klarstellung gegen Stimmungsmache: Die Polizei und die Stadt Wilhelmshaven begegnen in einer gemeinsamen Erklärung Gerüchten, die offensichtlich in sozialen Netzwerken die Runde machen. Dort kursiere seit dem 22. Januar 2016 eine Meldung, nach der Flüchtlinge in einem Einzelhandelsgeschäft in der Wilhelmshavener Innenstadt versucht haben sollen, großen Mengen Waren zu kaufen. Die Polizei soll gerufen worden sein, die Stadt Wilhelmshaven habe gemäß der Darstellung erklärt, sie würde die Rechnung bezahlen.

Vertretern der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland und der Stadt Wilhelmshaven stellen klar: Ihnen ist dieser Vorgang nicht bekannt. Kein Vertreter der Polizei oder der Stadt ist mit dem Vorgang befasst gewesen und hat Erklärungen abgegeben oder die Bezahlung von Waren-Rechnungen für Großeinkäufe von Flüchtlingen zugesagt.

Gemeinsam verweisen Polizei und Stadt darauf, dass für die Ausstattung von Asylbewerbern klare gesetzliche Regelungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gelten und konsequent eingehalten werden. Beide Behörden äußerten ihr Unverständnis darüber, dass mit gezielten Falschmeldungen immer wieder Stimmung gegen Migranten gemacht werden soll und riefen dazu auf, entsprechende Meldungen nicht ungeprüft in Netzwerken wie Facebook zu verbreiten.

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Behörden In Wilhelmshaven
Gerücht über Flüchtlinge dementiert
Angeblich sollen Menschen mit Migrationshintergrund versucht haben, in einem Geschäft auf kosten der Stadt in großen Mengen einzukaufen. Polizei und Stadt bitten darum, solche Falschmeldungen nicht weiterzuverbreiten.
http://www.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/geruecht-ueber-fluechtlinge-dementiert_a_6,0,3371851957.html
24.01.2016
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