Tiere:
Landesamt: Seehunden im Wattenmeer geht es gut

Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg teilte mit, dass sich die Zahl der Seehunde stabilisiert habe. 8082 Tiere sind in diesem Jahr bei Zählungen zwischen Ems und Elbe gesichtet worden.

Oldenburg Die Zahl der Seehunde im niedersächsischen Wattenmeer hat sich auf hohen Niveau stabilisiert. Bei den diesjährigen Zählflügen entlang der niedersächsischen Nordseeküste seien 8082 Tiere zwischen Ems und Elbe gesichtet worden, teilte das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg mit. Das seien zwar insgesamt 315 Seehunde weniger als im Vorjahr, doch machten die Tiere einen gesunden und gestärkten Eindruck.

Auch der Anteil der Jungtiere ist den Angaben zufolge mit 1373 Seehundwelpen etwas geringer als im Vorjahr mit 1977 Tieren. Allerdings sei im Juni ein Zählflug wegen eines Gewitters ausgefallen. Bei einem weiteren Flug waren den Angaben zufolge außergewöhnlich viele Seehunde im Wasser und nicht auf der Sandbank. Dies habe das Zählergebnis beeinflusst. Die meisten Tiere wurden während des letzten Flugs am vergangenen Wochenende gezählt. Eine Unterscheidung zwischen den älteren und jüngeren Tieren ist im August allerdings nicht mehr möglich.

Vor elf Jahren waren bei einer Seehundstaupe binnen kürzester Zeit mehr als 3800 Tiere bei einem Massensterben verendet. Seitdem hat sich der Bestand wieder kontinuierlich erholt.

Die Seehund-Zählflüge finden den Angaben zufolge aufgrund des internationalen Seehundschutzabkommens zeitgleich in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Dänemark und den Niederlanden statt. Geflogen wird bei Niedrigwasser während der Zeit der Jungtieraufzucht und des Haarwechsels. Zu dieser Zeit ruhen die Seehunde auf den Sandbänken. Im Herbst will eine Expertengruppe alle Sichtungen zwischen den Heldern in den Niederlanden und Esbjerg in Dänemark auswerten.

In Niedersachsen zählen ehrenamtliche Helfer bereits seit 1972 vom Flugzeug aus. Das LAVES sei für die Zählungen zuständig, weil die Seehunde ein wichtiger Bio-Indikator seien, sagte eine Sprecherin. Ihre Zahl und ihr Gesundheitszustand ließen Rückschlüsse auf die Wasserqualität und den Fischbestand zu.

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