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Universum:
Von Robotern und Ohrenquallen

Bremen Im 4000 Quadratmeter großen Universum Bremen ist es heller geworden. Zwischen Holzverschalung und Stahltreppen treffen Besucher auf eine gigantische Kugelbahn und den in Bremen entwickelten Roboter Aila. An dem Spiele-Klassiker „Pacman“ lassen sich Teamarbeit und Motorik trainieren. Nach vier Monaten Umbau können Besucher ab Sonnabend im Bauch des silbernen Wals nahe der Universität Bremen wieder auf Entdeckungstour gehen. Die Ausstellung mit mehr als 250 Exponaten ist auf Anfassen und Ausprobieren ausgerichtet.

Fünf Millionen Euro hat der Umbau des 14 Jahre alten Wissenschafts-Zentrums nach Angaben von Prokuristin Marena Grotheer gekostet, zu gleichen Teilen finanziert von Bremen und der Europäischen Union. Hintergrund: Sinkende Besucherzahlen hatten Löcher in die Kasse des privat geführten Ausstellungshauses gerissen. Im Mai 2013 hatte die Stadt Bremen das unter Druck geratene Projekt übernommen. „Das Universum ist – neben dem Weser-Stadion – Bremens bestbesuchte Einrichtung. Mit den neuen Attraktionen wollen wir den Besucherrückgang abbremsen“, sagt Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD).

Publikumslieblinge wie das Erdbebensofa und die Idee der Tastgalerie sind geblieben. „Wir haben uns von Science-Ausstellungen in den USA, Italien und der Schweiz inspirieren lassen“, sagt Physikerin Kerstin Haller vom Ausstellungsteam. Natürlich gebe es aber auch eigens fürs Universum entwickelte Projekte: An der Multimediastation „Empathie“ etwa ist zu testen, wie intensiv Besucher auf das Video eines stürzenden BMX-Fahrers oder eines weinenden Babys reagieren. Solche Szenen und der Gesichtsausdruck des Betrachters werden gegenübergestellt.

„Im Universum kann sich jeder Besucher Zeit nehmen, alltägliche Dinge mit einer wissenschaftlichen Brille zu hinterfragen und mit Hilfe zahlreicher Exponate eigene Antworten finden“, sagt Haller während ihrer Führung durch die farblich markierten Themenetagen „Technik, Mensch und Natur“. In der Themeninsel „Zugespitzte Formen“ sitzt der Besucher auf einem Nagelhocker und studiert Bergzacken, Haifischzähne und den Kaktus „Schwiegermutterkissen“. Nebenan sind reale Ohrenquallen, Seepferdchen und Glanzkäfer zu beobachten.

In der Technik-Etage knistert es in der Blitzmaschine, sobald sich Spannung entlädt. Plexiglasvitrinen zeigen, wie viele Einzelteile in Föhn, Rasenmäher und Handy stecken.

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