Ökostrom:
Windkraft-Branche schaut nach Berlin

Änderungen erwartet – Verbandspräsidentin bei PKF-Arbicon-Forum

Oldenburg Die Politik habe mit vielen kritischen Äußerungen zum Strompreis und zur steigenden EEG-Umlage die Bürger „wild gemacht“ und sich damit selbst unter enormen Handlungsdruck gebracht, bei der Gestaltung der Energiewende nachzujustieren. Deshalb seien auch tatsächlich Änderungen zu erwarten. Das machte Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes Windenergie (BWE/Berlin), am Donnerstag mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin deutlich.

Sie gehe von Veränderungen etwa beim Erneuerbare-Energie-Gesetz aber erst zum 1. Januar 2015 aus, sagte die oberste Windkraft-Lobbyistin beim „Forum Erneuerbare Energien“ von PKF Arbicon Zink in Oldenburg, vor knapp 100 Fachleuten. Konkret könne es etwa um Direktvermarktung gehen. Und die Tarifhöhe werde nicht mehr so aussehen wie jetzt.

Deutlich wurde: Die Spannung in der Branche über die künftigen Rahmenbedingungen ist erheblich. Davon hängen auch die künftig möglichen Renditen von Investoren im Bereich der „Erneuerbaren“ ab. „Keine Frage, wir müssen aber auch in Zukunft Geld verdienen können“, betonte Pilarsky-Grosch eine Verbandsposition. Sie hält es für durchaus möglich, dass es in der neuen Regierung einen Energieminister geben wird.

Klare Stärken speziell der Windkraft seien weiterhin ihre niedrigen Kosten und enorme regionale Wertschöpfung , so die BWE-Präsidentin.

Klemens Lüke (PKF Arbicon Zink) wies auf die enorme Bedeutung der Erneuerbaren Energien für den Nordwesten hin. Hier seien allein rund 650 Fachleute in der Energieforschung tätig.

Bei der Tagung ging es auch um „Bürgerwindaktien“ (Dr. Anja Incardona/ABO Invest, Wiesbaden), um Anforderungen an den Windpark-Betrieb (Ingmar Sörensen/Deutsche Windguard aus Varel), EEG-Änderungen und Projektfinanzierung (Holger Meents/BLB) und AIFM-Richtlinie und Beteiligungsmodelle (Sonja Hannöver/PKF Arbicon Zink).

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