Sorge Um Haustiere:
Wer quält Katzen im Zeteler Vogelviertel?

Seit Jahren berichten Anwohner darüber, dass Katzen verschwinden oder schwer verletzt nach Hause kommen. Die Serie reißt nicht ab: Zuletzt soll ein Kater mit Rattengift umgebracht worden sein.

Zetel Vor einem Jahr hat die NWZ  zum wiederholten Male darüber berichtet, dass Katzen im sogenannten Vogelviertel in Zetel gequält werden. Die Besitzer der Tiere erzählten von schrecklichen Verletzungen ihrer Katzen. Die Serie der mutmaßlichen Tierquälerei dauert immer noch an: Nun berichtet Aljoscha Raschke aus dem Habichtweg vom grausamen Tod seines Katers Harry. Harry sei mit Rattengift vergiftet worden, sagt Aljoscha Raschke. Er geht davon aus, dass ein Tierquäler weiter sein Unwesen treibt.

„Die Trauer in unserer Familie ist groß und wir verstehen nicht, warum dieser Mensch so grausame Dinge tut. Seit unser Kater tot ist, hatte unsere andere Katze Tränen in den Augen und sucht ihn, wir sind darüber sehr erschüttert und leiden mit ihr“, sagt er.

Seit Jahren sorgt sich die Familie Raschke um ihre Katzen. „Unser erster Kater Manny ist 2010 spurlos verschwunden, das war zu einer Zeit, in der sehr viele Katzen verschwunden sind, das hatte uns damals schon sehr zugesetzt“, berichtet Aljoscha Raschke. „Eddy, unser zweiter Kater, kam eines Tages mit einem Loch im Hinterlauf nach Hause, der Tierarzt hielt es für möglich, dass er sich aus einer Lebendfalle befreit hatte.“ Und jetzt ist Kater Harry tot. „Wir haben Harry 2012 als Junges aus dem Tierheim Wilhelmshaven geholt, damals hatte er starke Probleme mit den Nieren und hat das nur knapp überlebt.“

Im Juni 2012 berichtete die NWZ, dass Katzenbesitzer und Tierschützer in der Gegend Angst um Katzen haben. Im Verlauf der vergangenen vier Jahre waren dann immer wieder verschwundene Katzen, Schüsse auf Katzen mit einem Luftgewehr und Katzen mit schweren Verletzungen Thema in der NWZ . Und immer wieder war es der gleiche Ort: Die Siedlung in Zetel, die als Vogelviertel bekannt ist.

Seit Jahren gibt es berichte über Tierquälereien im Vogelviertel – Haustierhalter sind in Sorge

Doch was können die Anwohner tun? Sie haben keine Beweise dafür, dass mögliche Verdächtige auch Täter sind. „Es ist doch einfach nur unmenschlich so etwas zu tun, wir finden, wer so etwas skrupelloses tut, hasst auch Menschen und geht genauso skrupellos mit ihnen um“, sagt Aljoscha Raschke. „Wir sehen das Wohl aller Anwohner in Gefahr, denn auch Kinder könnten die Giftköder finden und essen, das ist lebensgefährlich. Wir bitten auch Hundehalter, die Augen offen zu halten, und darauf zu achten, dass ihre Hunde nicht in Gebüsche gehen“, sagt Aljoscha Raschke.

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Sandra Binkenstein

Varel
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