Kamelle-Regen zum großen Finale
Zwischenahner Woche Zehntausende verfolgen Festumzug durch den Kurort
Einer der Höhepunkte des Festumzugs: Karlo Laberfeld (links) und seine Zwischenahner Recycling-Modelle BILD: Markus Minten 
von Markus Minten
Bad Zwischenahn - Heiße Samba-Rhythmen, die unmittelbar auf Weihnachtsmusik folgen – auf der Bad Zwischenahner Woche ist das möglich: Knapp 30 Gruppen aus der Gemeinde und aus umliegenden Orten hatten mit vielfach fantasievollen Beiträgen zur Unterhaltung Besucher beigetragen, die zu Zehntausenden dicht gedrängt die Umzugsstrecke säumten. Neben Tänzerinnen des Jugendzentrums und dem Weihnachtsmann mit Engeln und Wichteln aus Klein Scharrel reichten die Beiträge von Karlo Laberfelds Recycling-Models über hübsche Schmetterlinge bis hin zu Inspektor Columbo, der im Kurort seinen schwersten Fall zu lösen hatte. Die Zuschauer mussten sich nur zu Beginn vor ein paar Regentropfen schützen. Anschließend konnten sie ihre Regenschirme zum Auffangen der Kamelle umfunktionieren.
Bewährt hat sich die mobile Wache, die das Polizeikommissariat Bad Zwischenahn erstmals am Festgelände im Einsatz hatte. Dennoch hatten die Beamten einiges zu tun: So wurden bis zum frühen Sonntagabend 15 Streitigkeiten und Schlägereien verzeichnet, sechs Anzeigen wegen Körperverletzung geschrieben und zehn Eigentumsdelikte aufgenommen. Zudem beschäftigte eine vermisste 15-Jährige die Polizei neun Stunden lang. Das Mädchen hatte die Nacht zu Sonnabend an einem seiner Familie unbekannten Ort verbracht.
Für Kameraden der Feuerwehr Bad Zwischenahn war die Nacht auf Sonnabend bereits gegen 5 Uhr zu Ende. Unbekannte hatten sich in der Peterstraße an einem Standrohr in einem Hydranten zu schaffen gemacht. Nachdem sie dieses demontiert hatten, ergossen sich rund 30 000 Liter Wasser in einer Fontäne aus dem Hydranten. „Die Peterstraße glich einem kleinen See“, berichtete der stellvertretende Ortsbrandmeister Martin Schreiber. „Leider wurde einer unserer Leute beim Schließen des Hydranten bis auf die Unterwäsche nass.“ Und in der Nacht zu Sonntag waren die Feuerwehrleute beim Brand eines Mehrfamilienhauses erneut gefordert.
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