Fantasie und Kreativität werden belohnt
Zwischenahner Woche Fünf Umzugsgruppen ausgezeichnet – Organisatoren ziehen positive Bilanz
Gehörten zu den ausgezeichneten Teilnehmern der Woche: „Candy-Shop – die süßeste Versuchung, seit es Zwi-Wo gibt“. BILD: Markus Minten 
von Markus Minten Und Helmut Hogelücht
Bad Zwischenahn - Die 36. Bad Zwischenahner Woche gehört der Vergangenheit an. Am Montag warfen die Organisatoren aber noch einmal einen Blick zurück. Und das Fazit viel durchweg positiv aus: Viele Besucher des Kurortes hätten nicht mit Lob gespart. Auf 130 000 bis 150 000 schätzte „Woche“-Chef Klaus Wolf, die Zahl der Gäste, wohl wissend, dass deren Zahl vielleicht sogar viel höher lag. Besonders an den Abenden war teilweise kein Durchkommen mehr. So auch am Sonntag auf dem Marktplatz und im Ufergarten. Vor dort verfolgten unzählige Zuschauer das Feuerwerk über dem Meer.
Polizei: Konzept geht auf
Auch die Polizei zog eine positive Bilanz. Das Einsatzkonzept mit verstärkter Präsenz (Freitagabend waren bis zu 30 Beamte im Dienst), mobiler Wache und enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt sei voll aufgegangen. Die Zahl der Delikte sei eher im niedrigen Bereich geblieben. Auch die Kooperation mit den Gastwirten habe gut funktioniert. Der „Brennpunkt Bahnhofstraße“ sei weggefallen. Lediglich einen Gastronom, der sich nicht an die Schließzeiten halten wollte, erwartet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Weniger erfreulich: Auch in diesem Jahr wurden einige alkoholisierte Jugendliche (bis zu 2 Promille) aufgegriffen und vom Jugendamt den Eltern übergeben.
Aber auch Kritik will Klaus Wolf nicht abbügeln. Vorschlägen für das nächste Jahr stehe er offen gegenüber, so der „Woche“-Chef. Allerdings müssten die Wünsche finanzierbar sein.
Jury hat Qual der Wahl
Der Festumzug ist jeweils das Höhepunkt der Bad Zwischenahner Woche. Am Sonntag beteiligten sich rund 30 Gruppen und Musikzüge mit zum Teil fantasievoll gestalten Festwagen. Die Qual der Wahl hatten die zehn Jurymitglieder unter der Leitung von Ute Behrens, die die besten Umzugsbeiträge wählen sollten. Bewertet wurden Aktivität, Originalität sowie Arbeitsaufwand. Die meisten Punkte vereinten die „Bieraten“, „Caramba-Samba“, „Candy-Shop“, „Nicht Tüll, sondern Müll“ und „Von der Raupe zum Schmetterling“. Diese Beiträge erhalten je 300 Euro.
Um 50, 100 und 150 Euro ging es beim Fallschirmspringer-Roulette der Spielbank Bad Zwischenahn am Sonnabend. Die Zahlen des größten Roulette-Kessels der Welt mit einem Durchmesser von sieben Metern im Ufergarten zu treffen, bereitete den vier Fallschirmspringern der Fallschirmsportgruppe Wildeshausen keine große Mühe, obwohl das Gelände wegen des hohen Baumbestandes und der rundum liegenden Gebäude selbst für erfahrene Springer als sehr schwierig gilt. Unter den vielen Tippern der richtigen Zahlen wurden die Preise ausgelost. Alle anderen Mitrater erhalten in Kürze „kleine Überraschungen“ von der Spielbank zugesandt.
Kleinkünstler kommen an
Ein besonderer Tag der „Woche“ ist der Sonnabend auch wegen der Kleinkünstler, die im Ortskern ihre Visitenkarten abgeben. Alte Bekannte sind dabei das Drehorgelorchester „Musica Romantica“. Mit Jonglage und Clownerie verzauberte Ralph Gesa die vielen Gäste und bewies, dass Jonglieren auch ohne Hände geht. Er balancierte Tischtennisbälle mit dem Mund durch die Luft. Weitere „Straßenartisten“ waren „Ballonmagier“ Happu Krenz, die niederländischen Barden „Two of the Kind“ sowie das „kleine Marionettentheater“. „Schminken, einmal anders“ führte Lydia Herrmann bei den kleinen Gästen vor. Mit diesem Kleinkunsttreffen setze sich der Kurort positiv von vielen anderen Stadtfesten ab, hieß es von vielen Besuchern.
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