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75 Jahre NWZ

Rabeaa al-Siga und Sohn Ali im Porträt: Hier helfen sich Vater und Sohn gegenseitig

12.06.2021

Oldenburg Rabeaa al-Siga ist glücklich: Seit 2015 lebt der gebürtige Iraker, der mit seiner Familie aus seiner Heimat fliehen musste, in Rastede im Ammerland. Nur zwei Jahre später bestand er einen Deutschkurs auf B1-Niveau und fand über das Internet einen Mini-Job bei WE-Druck. „Nach fünf Monaten habe ich meinen Chef gefragt, ob ich auch Vollzeit arbeiten kann“, sagt er. Nachdem er seine Bewerbung eingereicht hatte, wurde er zum 23. August 2018 eingestellt, arbeitet mittlerweile unbefristet als Kurierfahrer für die Citipost.

Ansteckende Freude

„Es läuft super – am Anfang war meine Sprache nicht so gut, aber die Chefs hatten immer viel Geduld mit mir“, sagt der 50-Jährige. Vormittags liefert er nun Pakete und Briefe in der Region aus, nachmittags holt er neue ab. „Am Schönsten ist es, wenn ich ein Paket abgebe und die Menschen sich bedanken“, sagt er.

Seine Freude an der Arbeit hat auch seinen Sohn angesteckt. Nach dessen Realschulabschluss begann er ebenfalls mit einen Minijob im Briefzentrum der Citipost. Auch der 20-Jährige fragte nach einer Vollzeitstelle – und wurde eingestellt. „Ich habe sogar sonntags gearbeitet“, sagt er. „Das hat viel Spaß gemacht.“

Eine besonders beliebte Arbeit von Ali al-Siga: Post sortieren. „Da hat man eine gewisse Zeit, in der man fertig werden muss – das war immer spannend.“ Sein Wunsch war jedoch eine Ausbildung: Er fragte erneut und bewarb sich – mit Erfolg: Seit August 2020 absolviert Ali al-Siga eine Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement.

Freunde gefunden

„Es sind die Menschen, die die Arbeit ausmachen“, sagt er. „Ich verstehe mich mit allen gut, jeder kennt mich. Ich habe Freunde fürs Leben gefunden“, sagt er und erzählt eine Anekdote: „Früher habe ich von 17 Uhr bis 2 oder 3 Uhr nachts gearbeitet und meinen Vater fast gar nicht gesehen. Nur einmal am Tag, wenn er die Briefe abgegeben hat, haben wir uns getroffen und geredet. Er hat mir immer etwas zum Essen mitgebracht“, sagt er. Es sei schön, dass sie im selben Unternehmen arbeiten: „Wenn mein Vater mal Schwierigkeiten mit der Sprache hat, helfe ich ihm und wenn ich mal Hilfe brauche, kann ich ihn immer anrufen.“

Ellen Dückers Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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