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75 Jahre NWZ

Thomas Husmann im Porträt: Die Freude am Beruf wurde ihm in die Wiege gelegt

12.06.2021

Oldenburg Der Redakteursberuf ist Thomas Husmann praktisch in die Wiege gelegt worden.

Schon sein Vater war 1952 von Unternehmensgründer Fritz Bock – damals noch per Handschlag und ohne schriftlich fixierten Vertrag – als Maschinensetzer bei der Nordwest-Zeitung eingestellt worden, da stand der berufliche Werdegang eigentlich fest. Die Produktion der Nordwest-Zeitung bestimmte sein Familienleben von Kindesbeinen an, sein Bruder wurde übrigens Schriftsetzer. Die Spätschicht an der Linotype-Setzmaschine begann für seinen Vater um 15.30 und endete um 23.30 Uhr – da blieb wenig Zeit für gemeinsam verbrachte Freizeit.

Schon zum Ende seiner Schulzeit am Gymnasium Eversten arbeitete Thomas Husmann Ende der 70er Jahre als freier Mitarbeiter für die Sportredaktion, während der Bundeswehrzeit in der Pressestelle der 11. Panzergrenadierdivision in der Ohmsteder Clausewitz-Kaserne. Von 1982 bis 1984 volontierte er bei der Nordwest-Zeitung, wurde als Redakteur eingestellt und arbeitet seit 1992 in der Lokalredaktion seiner Heimatstadt Oldenburg.

Beruflicher Traum

„Ein beruflicher Traum“, weiß der 60-Jährige das sehr zu schätzen. Zu seinen Themenfeldern gehören die Umwelt- und Baupolitik, vor allem aber die Geschichte seiner Stadt, die er in einer regelmäßig erscheinenden Serie nachzeichnet. „Ein wenig Lokalpatriotismus tut da ganz gut“, meint er schmunzelnd.

Dem Umzug seines Arbeitgebers von der Peterstraße nach Etzhorn hat er mit sehr gemischten Gefühlen entgegengeblickt. Vorfreude auf ein neues Büro mit einem modern gestalteten Arbeitsplatz auf der einen, die vielen auch sehr persönlichen Erinnerungen an den alten Standort, die zurückblieben, auf der anderen Seite hielten sich die Waage. Dem letzten Arbeitstag an der Peterstraße erwartete Husmann ob des Abschiedsschmerzes mit einigem Bangen. Doch dann kam alles anders. Der letzte Arbeitstag an der Peterstraße war (unbemerkt) der 19. März, von da an ging es wegen der Corona–Pandemie ins Homeoffice.

Die dritte „technische Revolution“ in seinem Arbeitsleben. Zum Beginn des Volontariats standen noch Schreibmaschinen auf den Arbeitsplätzen der Nordenhamer Lokalredaktion, die Seiten wurden mit den abgetippten und dann ausbelichteten Texten (Fotosatz) gestaltet. Dann folgte der Ganzseitenumbruch am Bildschirm. Und heute kann er seinen Laptop unter den Arm klemmen und von jedem Ort mit Internetanschluss aus Artikel schreiben und Fotos einspeisen.

Als Kind hatte er, als er sonntags nach einer Frühschicht seinen Vater gemeinsam mit der Mutter von der Peterstraße abholte, manchmal seinen Vater am Arbeitsplatz besucht, seinen Namen an der riesigen und heißen Linotype-Maschine getippt und die in Blei gegossene Zeile mit nach Hause genommen.

Die Liebe zum Beruf, der Kreativität verlangt und viele Möglichkeiten zur freien Gestaltung und Entfaltung bietet, hat Husmann weitergegeben an seine Tochter, die ebenfalls in der Medienbranche arbeitet – in Hamburg.

Weiterhin aktiv

Mit seinen 60 Lebensjahren kommt für ihn nun so langsam das Ende der Arbeitszeit in Sicht. Jedenfalls als fest angestellter Redakteur. Auf jeden Fall will er im Ruhestand weiter die Geschichte seiner Heimatstadt aufschreiben und veröffentlichen. Auch das ist ein schöner Aspekt am Journalistenberuf – mit der Pensionierung ist das Arbeitsleben längst nicht beendet, sofern man gesund bleibt und Spaß daran hat.

Nathalie Langer Kanalmanagement / Redakteurin
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