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NWZonline.de Region

Alice im Faschings-Wunderland

19.02.2007

G Alice Gerken-Klaas marschiert seit elf Jahren mit beim Umzug um den Ring. Die Kostüme hat ihre Gruppe im Internet gefunden.

Von Hergen Schelling GANDERKESEE - Es war kurz vor dem Fasching, als Alice Gerken-Klaas im Januar 1993 als Beamtin zur Ganderkeseer Gemeindeverwaltung stieß. „Da haben die Leute mich noch gefragt, ob ich zum Umzug komme“, erinnert sich die heutige Bürgermeisterin. Umzug? Damit konnte der aus dem närrischen Niemandsland Jever stammende Neuankömmling nichts anfangen – Alice Gerken-Klaas fuhr übers Faschings-Wochenende ins heimische Friesland.

Ein Fehler, wie sie heute weiß. Aber einer, den sie ganz schnell korrigiert hat: „Im zweiten Jahr in Ganderkesee habe ich mir den Umzug natürlich angeschaut.“ Und im dritten Jahr war sie schon mittendrin. Seitdem marschiert die 42-Jährige jedes Jahr mit um den Ring, Ehemann Hans-Hermann ist meistens auch dabei.

„Mit Flower Power und Spaß dabei: Das ist das Ganderkeseer Allerlei“ – bis die Bürgermeisterin das diesjährige Motto ihrer Gruppe aufgesagt hat, sind drei Gruppen vorbeigezogen. Aber „Spaß dabei“ haben sie spürbar, die knapp 20 schrillgrün kostümierten Faschingsfreunde vom „Ganderkeseer Allerlei“ mit ihren schwarzen und orangefarbenen Perücken. Mitarbeiter der Verwaltung sind dabei, einige von der Feuerwehr – „ein gemischter Haufen“, sagt Gerken-Klaas. Hervorgegangen ist das „Ganderkeseer Allerlei“ aus den Fruchtzwergen. „Wir waren die, die irgendwann keine Zeit mehr hatten für die aufwendigen Kostüme“, erklärt die Bürgermeisterin. Die Verkleidung für dieses Jahr habe man im Internet bestellt: So ein grelles Grün muss man erstmal finden. Und richtig natürlich sieht das nicht aus – trotzdem wachsen bunte Blumen drauf, „Flower-Power“ eben.

Dass sie in diesem Jahr erstmals als Bürgermeisterin am Umzug teilnimmt, macht für Gerken-Klaas keinen Unterschied. „Etwas Besonderes war höchstens der Vormittag“, meint sie. Der fing morgens um 8 Uhr mit einem Frühstück bei GGV-Vizepräsident und Geburtstagskind Hartmut Köhler an. Danach klapperte die Bürgermeisterin die offiziellen Termine bei den Prinzenpaaren ab, zwischendurch fand sie aber auch noch Zeit für’s gemeinsame Frühstück mit dem „Allerlei“. Auch nach dem Umzug setzt sich die Gruppe noch einmal zum Essen an einen Tisch, danach ziehen die meisten weiter ins Zelt.

Ein langer Tag, der für Alice Gerken-Klaas durch die Bürgermeister-Pflichten nun noch länger geworden ist. „Nicht schlimm“, meint sie. „Das Wichtigste ist doch der Spaß dabei.“

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