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Höchstspannungsleitung im Ammerland 64 Strommasten auf 26 Kilometern geplant

Wird ersetzt: Die alte 220-KV-Leitung von Conneforde nach Cloppenburg im Bereich Kayhauserfeld.

Wird ersetzt: Die alte 220-KV-Leitung von Conneforde nach Cloppenburg im Bereich Kayhauserfeld.

Christian Quapp

Ammerland/Wiefelstede/Bad Zwischenahn/Edewecht - Die 380-kV-Höchstspannungsleitung von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen gilt als einer von mehreren Bausteinen der Energiewende. Sie soll vor allem helfen, per Windkraft erzeugten Strom in Richtung Süden zu transportieren. Wie der Übertragungsnetzbetreiber TenneT mitteilt, hat das Unternehmen jetzt die Planfeststellungsunterlagen für einen weiteren Abschnitt (Planfeststellungsabschnitt 2 kurz: PFA 2) bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) eingereicht. Das Genehmigungsverfahren für diesen Abschnitt der 380-kV-Leitung hat damit offiziell begonnen.

Unterlagen liegen aus

Seit Donnerstag, 5. Mai, liegen die Planungsunterlagen für alle Interessierten in den Gemeinden entlang der geplanten Trasse zur Einsichtnahme aus. Im Zuge dieses Energiewendeprojektes sollen in dem Abschnitt auf einer Länge von rund 26 Kilometern 64 Masten errichtet werden. Der Leitungsverlauf in diesem Abschnitt beginnt auf Höhe der Ortschaft Kayhauserfeld im Bereich Düwelshoopsmoor. Er geht dann in Nord-Südrichtung durch die Gemeinden Bad Zwischenahn und Edewecht (Landkreis Ammerland), die Gemeinde Wardenburg (Landkreis Oldenburg) sowie die Gemeinde Garrel (Landkreis Cloppenburg).

Bestandteil dieses Planfeststellungsverfahrens ist auch der Rückbau der 220-kV-Leitung zwischen Conneforde und Cloppenburg/Ost in diesem Abschnitt. Diese Leitung kreuzt im jetzt betroffenen Bauabschnitt die Ortschaften Petersfehn und Friedrichsfehn und streift kurz vor dem Küstenkanal Klein Scharrel. Nach Inbetriebnahme der neuen 380-kV-Leitung soll diese Bestandsleitung vollständig zurückgebaut werden.

Anmerkungen bis 7. Juli

Die Planfeststellungsunterlagen sind vom 5. Mai bis zum 7. Juni 2022 in den betroffenen Gemeinden einzusehen. Darüber hinaus sind die Unterlagen auf der Website der Planfeststellungsbehörde abrufbar. Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange können bis zum 7. Juli Planungshinweise in Form von Einwendungen und Stellungnahmen an die Landesbehörde richten. Nach erfolgtem Planfeststellungsbeschluss soll nach Planung von Tennet voraussichtlich Anfang 2024 der Bau der neuen Leitung im PFA 2 beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2026 geplant.

1. Abschnitt

Etwas weiter ist bereits das Planfeststellungsverfahren für den 1. Abschnitt von Conneforde bis Kayhauserfeld. Der Erörterungstermin, üblicherweise einer der letzten Schritte im Verfahren, hat aufgrund der Covid-19-Pandemie als Online-Konsultation nach dem so genannten Planungssicherstellungsgesetz (PlanSiG) vom 16. Dezember 2021 bis 7. Januar 2022 stattgefunden, das teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf Nachfrage mit. Die Betroffenen hatten dort Gelegenheit, sich zu den Planungen zu äußern und ihre Belange zu erörtern. Aktuell habe Tennet noch einige kleine Planänderungen, z.B. zu den Zuwegungen, angekündigt, die in das Verfahren eingebracht werden. Den von der Planänderung Betroffenen werde dann Gelegenheit gegeben, sich zu den Änderungen zu äußern. „Mit einem Abschluss des Verfahrens im 1. Abschnitt in Form des Planfeststellungsbeschlusses ist nach derzeitiger Sachlage nicht vor dem 3. Quartal 2022 zu rechnen“, heißt es aus der Behörde.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)
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